Fichtelberg investiert Millionen

Die Eckdaten: Der Verwaltungshaushalt, in dem laufende Kosten wie die fürs Personal eingestellt sind, umfasst 3,2 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt, aus dem Investitionen bezahlt werden, ist mit 2,5 Millionen Euro dreimal so groß wie im vergangenen Jahr. Das liegt aber auch an Überträgen: Dinge, die vergangenes Jahr geplant waren, fanden nicht statt, oder ziehen sich ins neue Jahr, wie Kosten für die Brücke in der Heinrich-Lindner-Straße.

Investitionen: Der größte Brocken ist die Abwasseranlage Hüttstadl. Was indes auch bedeutet, dass die Hüttstadler Bürger für nächstes Jahr einen größeren Brocken Geld zurücklegen sollten. Ob es Zuschüsse gibt, sei noch offen, so Bürgermeister Georg Ritter auf Nachfrage, ausgeschlossen sei es nicht, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich. Ansonsten werden die Kosten über Beiträge reingeholt. Der erste könnte schon nach dem ersten Spatenstich rausgehen, also voraussichtlich nach Ostern, so Ritter. Zwar taucht der Kostenblock von 1,1 Millionen Euro im Haushalt für 2017 analog auch auf der Einnahmenseite auf. Das hieße jedoch nicht zwingend, dass die Bürger alles schon in 2017 bezahlen müssen, so Ritter.

Die Städtebauförderung ist der nächstgrößere Betrag im Vermögenshaushalt. Im Wesentlichen ist das Geld für den Teilabriss des Chamottewerkes, das die Gemeinde schon vor einiger Zeit gekauft hat. Stehen bleiben soll auf alle Fälle das Herrenhaus selbst und wohl auch die ziegelsteingemauerten Glasmacherwohnungen am Hochofenweg. Der Betrag enthält auch einen Puffer für eventuelle Altlasten, die keineswegs unwahrscheinlich sind bei der industriellen Vergangenheit des Areals, erläutert Bürgermeister Ritter. Er erinnert an die bösen Überraschungen bei der Brückensanierung direkt daneben. Dabei waren unter anderem „geogene“ (also natürlich im Erdreich vorkommende) Stoffe wie Arsen aufgetaucht. „Solange es in der Erde ist, stört es niemanden, aber wenn es auf der Schippe liegt, muss es entsorgt werden“, so Ritter. Eine ältere Asphaltfläche direkt vor dem Chamottewerk erwies sich als teerhaltig. Den geplanten Ausgaben von 685 000 Euro stehen erwartete Einnahmen von 548 000 Euro an Städtebauförderungszuschüssen gegenüber.

Das dritte große Projekt im nächsten Jahr ist der Fichtelsee. „Eine Attraktivierung haben wir uns schon geraume Zeit vorgenommen“, so Ritter. Traumpavillon und Barfußwanderweg waren eigentlich schon für dieses Jahr geplant gewesen. Auch soll ein Spielplatz von der Nordseite an die stärker frequentierte Südseite des Sees verlegt werden. Dafür sind insgesamt 75 000 Euro eingeplant. Kurzfristig sind noch die maroden Holzbrücken über den Fichtelsee hinzugekommen. Die werden 200 000 Euro kosten. Ein Provisorium für die Brücken bis zur Erneuerung ist weiter in Planung, doch Bürgermeister Ritter dämpfte im Gemeinderat entsprechende Erwartungen. In diesen Tagen soll erst mal das Wasser im See abgesenkt werden, um den Zustand der Fundamente in Augenschein nehmen zu können.

Straßenunterhalt: Hierfür sind 2017 40.000 Euro eingeplant. Sie sollen in der Straße nach Hüttstadl, am Wolfsloher Weg, am Naabquellenweg, Schneebergweg und Hochofenweg verbaut werden. Die Arbeiten soll der Bauhof machen. Auf Nachfrage sagt Ritter, dass der Straßenzug von der Gablonzer Straße bis Neubau ab 2018 zugweise an die Reihe kommen soll.

Bauhof: Aus dem Verkauf von Geräten, den das neue Multifunktionsgerät Multihog (der Kurier berichtete) möglich macht, rechnet die Kommune mit Einnahmen von knapp 100 000 Euro. Dem stehen 50 000 Euro für den Erwerb von Maschinen und 35 000 Euro für Leasingraten gegenüber.

Schulden: Sie werden im nächsten Jahr um 200 000 Euro auf dann rund 2,6 Millionen Euro sinken. Für Zinsen muss die Kommune nächstes Jahr 130 000 Euro bezahlen, das sind 10 000 Euro wenige als noch dieses Jahr. Im kommunalen Haushaltsrecht vorgeschrieben ist ein Überschuss im Verwaltungshaushalt, der mindestens so hoch wie die Tilgungen sein muss. Das schafft Fichtelberg im nächsten Jahr. Deswegen und auch weil keine neuen Kredite vorgesehen sind, muss die Kommune ihren Haushalt nicht dem Landratsamt zur Genehmigung vorlegen. Der Haushalt wurde einstimmig verabschiedet.

Nicht bewertet

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Kommentare

Was kostet der neue Multi ? Vom Preis absolut überzogen .
Beginnt jetzt der Ausverkauf der bewährten Gerätschaften ?
Na ja, dem sog. Dienstleister freut es, wird der doch vom
neuen Vorarbeiter der Gemeinde protechiert. ( gschmäckle) ?
Factum,vox13 und der noch fehlende Heiru: Die Analhabeten wären komplett!
Du passt auch hervoragend dazu.
Armer Grosskotz wo bleibt denn die Umsetzung deiner
angekündigte Drohung? Hast wohl zu viel Sch.. in der Hose?
1. Frohe Weihnachten an die Hüttstadler, das Weihnachtsgeschenk mit den Kosten der Abwasseranlage habt Ihr pünktlich zum Fest bekommen. 2. Solche Projekte wie das Chamottewerk gehören doch vorher, auch auf Altlasten, untersucht. Der ehemalige Besitzer lacht sich ins Fäustchen, jetzt liegt die Verantwortung und die Entsorgung bei der Gemeinde. Wieder hat er ( Georg Ritter 1. Bgm. ) kopflos und unüberlegt gehandelt, auch die Vorgehensweise zum Thema Bauhof sind leider nicht mehr nachvollziehbar.
@ minimator: Na ja, Sie sind ja dem Ritter zu Dank verpflichtet...
@minimator : Na, alte Giftspritze? Keine Angst, deinen Namen kenne ich inzwischen schon. Soviel Boshaftigkeit hätte ich DIR gar nicht zugetraut...
Irgendwann, wenn du dich hier mal wieder weit aus dem Fenster lehnst und am Gift spritzen bist, werde ich Dank der "Antworten"-Funktion dieses Forums deinen Namen samt Adresse, Telefonnummer und e-mail direkt unter deinen Beitrag setzen, sozusagen als Impressum...
Tolles Kontra Herr Heser! Es kennen IHN sehr viele! Sehr viele finden IHN nicht gut!
Dieser Kommentar gegen Sie war unfein! Wo pflegt da der Kurier die "Netiquette"!?!
na das wäre ein Ding, wenn du da tatsächlich den "Richtigen" benennen würdest(könntest)! Da das ja nur auf Vermutungen basiert und ohne echten Beweis könntest Deinen Laden zusperren!
Also mach`mal! Ich freu`mich!
...wie schon bei Herrn Heser beschrieben! Man kennt Sie! Leider...
Volltreffer
Ich warte darauf, dass man hier einen Namen benennt! Ob das nun der echte(Minimator) oder ein anderer (Minimator) ist! Den Beweis, dass sich hinter dem Minimator dann tatsächlich der X,Y,Z verbirgt, dürfte nicht zu erbringen sein! Ansonsten gibt, gäbe es von dem Benannten fürchterlich was auf die Kappe! Also raus damit ihr Grosskotze! Dem Heser sei Minibuslädle wär schnell unter dem Hammer! Vielleicht könnte er dann beim Voit Schneepflug fahren! Aber ob der den dann will??????
oh mann ist das mal wieder ein kasperletheater hier!
Könnt Ihr Schreiber hier euch alle mal im Kindergarten treffen !!
Bergvolk, die sind so und können nicht anders.