Feuerwehrhaus: Sanierung beginnt 2018

„Ich finde es überstürzt, den Punkt heute zu beschließen“, sagte Günther Raimund, der bei der vorherigen Sitzung nicht dabei war und abstimmte. Er störte sich vor allem an der Beschlussformulierung, eine Gesamtsanierung sei 2018 durchzuführen. „Das geht alles zu schnell“, sagte er und sprach sich für eine schrittweise Sanierung aus. Man könne mit dem Projekt beginnen, aber es nicht 2018 abschließen.

Schrittweise vorgehen

Dieter Rodler plädierte dafür, sich mit der Feuerwehr zusammenzusetzen. „Wir müssen erst wissen, was sein muss, was sie wollen und wünschen“, sagte er. Das müsse dann an die Verwaltung gehen, die darauf hin arbeite. Den jetzigen Ansatz auf der Tagesordnung halte er für falsch. Die von einem Architekt erstellte Studie, über bestehende Mängel und notwendige Maßnahmen, enthalte sowohl was gemacht werden könne, aber auch müsse. „Das muss auseinander dividiert und daraus ein Konzept erstellt werden“, so Rodler. Auch er sprach sich für ein schrittweises Vorgehen aus. Priorität habe aber, was sicherheitstechnisch gemacht werden müsse. Hier sollte 2018 mit begonnen werden.

Helmut Pezolt fragte nach einer Förderung, wenn nur zwei Stellplätze ausgewiesen würden, das restliche Gebäude aber als Bauhof genutzt würde. Der Gemeinschaftsraum könne weiter von der Feuerwehr genutzt werden. „Dann müssen wir nicht so viel anbauen“, sagte er.

Keine Gefahr im Verzug

Stefan Ritter plädierte dafür, zusätzlich zur Studie auch den technischen Dienst der Feuerwehren sowie die Gemeindeunfallversicherung einzubeziehen. „In der Studie heißt es, das Feuerwehrhaus ist weiter geeignet, es liegt keine Gefahr im Verzug“, sagte er.

Jeder sehe ein, dass etwas gemacht werden muss, so Anja Stahl. Trotzdem müsse man sich mit der Feuerwehr zusammensetzen und eine Deckungsgleichheit mit den Vorschlägen des Architekten erreichen.

Nicht jahrelang auf einer Baustelle leben

Klaus Gräbner war dafür, bei einer Sanierung erst mal mit den wichtigsten Dingen zu beginnen. „Aber wir müssen vorher wissen, was finanziell auf uns zukommt“, sagte er.

„Wie ist das Konzept für eine Umsetzung der Sanierung?“, fragte Horst Hufnagel, der auch im Vorstand der Feuerwehr ist. Man könne nicht jahrelang auf einer Baustelle leben.

„Eine Gesamtsanierung heißt, ein Konzept zu erstellen und 2018 zu beginnen“, so Bürgermeister Hans Freiberger. Die Gemeinde sei nicht da, um alle Wünsche, sondern eine Pflichtaufgabe zu erfüllen. „Wie soll die Feuerwehr ein Konzept erstellen und die Sanierung dann stückeweise erfolgen?“, stellte er in den Raum. Er befürchte, dass sich ein Umbau zu lange hinzieht. Der Architekt, der selber Kreisbrandrat ist, wisse genau, wo die Gefahren lauern. „Sicher, die Feuerwehr wurschtelt auch so weiter – so lange eben nichts passiert“, betonte er.

Erst Anträge stellen,dann bauen

Das unterstrich auch Geschäftsstellenleiter Klaus Baumgärtner. „Wenn etwas passiert – wir haben von den Gefahren gewusst“, sagte er. Man wolle ja nicht gleich bauen, aber Anträge stellen und 2018 sanieren. Dazu brauche es eine Aussage vom Gemeinderat. „Wir müssen planvoll beginnen“, so Baumgärtner. Mit dem Verwaltungshaushalt sei die Maßnahme 2018 nicht zu schultern. Auch er unterstrich, dass der Architekt bei der Feuerwehr sei. „Wir lassen nicht alles außer Acht, was vernünftig ist und sollten 2018 mit den sicherheitsrelevanten Sachen beginnen“, sagte er.

Auf Antrag von Alexander Leichtenstern war das Gremium schließlich einstimmig für eine Formulierungsänderung des Beschlusses. Die Gesamtsanierung ist nun im Jahr 2018 mit den sicherheitsrelevanten Aspekten zu beginnen. Für die anfallenden Kosten ist Geld in den Haushalt nächstes Jahr einzustellen.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel Nein zu neuem Feuerwehrhaus.

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