Feriendorf: 34 Häuser verkauft

Richter arbeitet für den Immobilienvermittler Alpenimmobilien, der Käufer für die Ferienhäuser in Obernsees sucht.

„Die Nachfrage ist da“, sagt Richter. Vor allem für etwas, was es in Obernsees noch gar nicht zu besichtigen gibt. Den neben den normalen Ferienhäusern sollen auch sogenannte Baumhäuser zum Kauf angeboten werden. Wer hierbei sogleich an Hundings Hütte aus Richard Wagners „Walküre“ denkt, liegt nicht ganz falsch. Denn die Baumhäuser sollen zumindest in Verbindung mit einem Baum entstehen oder auf Stelzen gebaut werden. Zwischen 30 und 55 Quadratmeter Wohnfläche sollen diese Behausungen aufweisen.

„Das wäre ein tolles Alleinstellungsmerkmal“, wie Mistelgaus Bürgermeister Karl Lappe sagt. Auf der Landesgartenschau in Bayreuth im vergangenen Jahr wurden die Baumhäuser bereits heftig beworben, was Jürgen Jürgen Richter sogleich eine Flut von Anfragen beschert hat. Das Problem: sie sind noch nicht gebaut. Erst im Jahr 2018 sollen 30 dieser besonderen Häuser errichtet werden.

Doch mit Ferienhäusern allein ist es rund um die Therme Obernsees nicht getan. Laut Richter soll im nächsten Jahr auch mit dem Bau einer Mutter-Kind-Reha, die zwischen 150 und 200 Plätze bieten soll, begonnen werden. „Die Angehörigen können dann im Feriendorf wohnen“, sagt Richter. Bislang lägen für das Rehazentrum zwei Kassenzulassungen vor. Eine oder zwei weitere sollen noch dazu kommen. Der Immobilienvermittler rechnet mit einer Eröffnung in den Jahren 2019/2020.

Was rund ums Feriendorf sonst noch fehlt: ein kleiner Supermarkt, ein Bäcker und ein gastronomischer Betrieb. Man sei diesbezüglich in Verhandlungen, bestätigt Karl Lappe im Gespräch mit dem Kurier. Spruchreif ist allerdings noch nichts. Für den Einzelhandel sei eben alles eine Frage der Kalkulation. Bezieht man die 230.000 Thermenbesucher als potenzielle Käufer mit ein – oder nicht? Jedenfalls wird im Moment weiter verhandelt.

Einst eine grüne Wiese

Auch Karl Lappe zeigt sich alles in allem mit der Entwicklung im Umfeld der Therme Obernsees zufrieden. „Wenn ich mir das Luftbild von 2014 anschaue, sehe ich dort eine grüne Wiese.“ Damals wurde der erste Spatenstich für das Feriendorf gesetzt. Lappe war da schon Bürgermeister.

Die Planungen reichen freilich weit in die Zeit seines Amtsvorgängers Georg Birner zurück und waren von diversen Enttäuschungen geprägt. Lappe habe deshalb zum Spatenstich im Jahr 2014 die fast schon biblisch anmutende Hoffnung geäußert, dass nun auf sieben magere Jahre der Planung sieben fette Jahre beim Bau und Verkauf folgen mögen.

Die ersten Schritte in diese Richtung sind getan. Laut Lappe wurden inzwischen rund 10 Millionen Euro für Ferienhäuser und Infrastruktur investiert. Besonders wichtig zu betonen ist dem Bürgermeister: „Jedes Haus hat einen Glasfaserdirektanschluss.“

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