FC sucht dringend Kandidaten

Seit März vergangenen Jahres ist der FC auf der Suche nach einem neuen Pächter für das Sportheim. Das gestaltet sich schwierig, es wurde noch keiner gefunden. „Die Problematik will ich niemanden jetzt einfach vor die Füße werfen“, sagt Bauerfeind. Darum wird er auch wieder als Vorsitzender kandidieren. Zum letzten Mal. In zwei Jahren ist dann definitiv Schluss. Bis dahin will er, dass alles in geordneten Bahnen läuft und andere da sind, die weiter machen.

Zu viele Ämter

Aber es ist nicht nur das oberste Vereinsamt, das Bauerfeind ausübt. Seit zwei Jahren hat er auch das Aufgabenfeld des Stellvertreters übernommen, die Fußballsparte. Außerdem ist er Jugendleiter, Platzwart, Platzkassier, kümmert sich um die Instandhaltung der Anlage, um sämtliche Reparaturen. „Das ist zu viel“, sagt Bauerfeind.

Während der Pächtersuche habe im Verein Aufbruchstimmung geherrscht und die hofft er immer noch nutzen zu können. „Wenn ich mal vier Fußballer brauchte, die die Theke im Sportheim gemacht haben nach den Spielen, war das kein Problem“, sagt er. Es war immer jemand da und auch bei anderen Tätigkeiten fand sich immer jemand.

Keiner will kandidieren

Aber es will keiner Verantwortung übernehmen und für eines der offenen Ämter kandidieren. „Sobald die Aufbruchstimmung in einer Postenübernahme mündet, ist Schluss“, so Bauerfeind weiter. Die Arbeit müsste auf breiteren Füßen stehen, auf mehr Leute verteilt werden.

Neben dem stellvertretenden Vorsitzenden wird noch jemand für den Posten des dritten Vorsitzenden gesucht. Der bisherige Amtsinhaber Werner Rüppel tritt – zuständig für die Schlüsselverwaltung und bei der Durchführung aller Feste aktiv – nach 24 Jahren nicht mehr an. Bauerfeind hätte schon einen Wunschkandidaten, hat aber noch keine Zusage. Lediglich seine Frau Renate behält ihr Amt als Kassier – auch definitiv zum letzten Mal – und Herbert Kreutzer macht als Schriftführer weiter.

Er zieht keine Linien mehr

Anders sieht es beim Platzwart aus. „Das mach ich ab dem 10. März nicht mehr“, sagt Bauerfeind resolut. Das heißt, er mäht nicht mehr die Plätze, recht kein Laub, zieht keine Linien, wässert nicht mehr. „Wenn das kein anderer macht, kann nicht gespielt werden.“ Und auch bei Spielen kassieren wird er nicht mehr, höchstens mal aushelfen. Bauerfeind macht nur noch die Bratwurstbude weiter.

Noch hofft er, dass sich bis zur Hauptversammlung Kandidaten finden. Wenn nicht alle Posten besetzt werden können, wird es einen zweiten Versuch bei einer nächsten Versammlung geben. „Ich ziehe in Erwägung, dann auch nicht mehr weiter zu machen“, stellt er klar. Und das würde letztendlich bedeuten, dass ein Rechtsanwalt vom Registergericht bestellt wird, der den Verein dann abwickelt.

Bauerfeind macht das ganz deutlich. Und das wäre schlimm, immerhin ist der FC der größte Verein in Creußen, hat 544 Mitglieder, davon an die 200 Kinder. Da müssten sich doch Kandidaten finden, sagt der Vorsitzende. „Ich bin nicht der Herr FC“, so Bauerfeind.


Info: Die Hauptversammlung des FC Creußen findet am Freitag, 9. März, um 19 Uhr im Sportheim Im Gärtlein statt. Auf der Tagesordnung stehen die üblichen Berichte, Neuwahlen, der Aktivenbeitrag Fußball sowie Beitragserhöhungen 2019. Anträge zur Versammlung sind bis Mittwoch, 28. Februar, bei Vorsitzendem Norbert Bauerfeind unter der Telefonnummer 0 92 70/58 99 möglich.

Nicht bewertet

Anzeige