Fasching: Zum ersten Mal mit Prinzenpaar

Der Kopf der frisch gegründeten Faschingsfreunde ist Sven Partenfelder aus Neudrossenfeld. „Seit vielen Jahren wurde kein richtiger Fasching mehr gehalten“, sagt Partenfelder. „Und das wollen wir ändern.“ Er habe alle 50 Vereine der Gemeinde angeschrieben. Letztlich hätten sich nur der Turn- und Sportverein und die Akkordeongruppe bereit erklärt, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Versprechen wird gehalten

Einen ersten Testlauf habe es in der vergangenen Faschingszeit gegeben. „Wir waren in Muckenreuth und das ganze Haus war komplett ausverkauft“, sagt Partenfelder. Das Prinzenpaar aus der Nachbargemeinde Trebgast war ebenfalls zu Besuch. Die Trebgaster nahmen den Neudrossenfeldern das Versprechen ab, im nächsten Jahr selbst ein Prinzenpaar vorzustellen. Und so waren die Faschingsfreunde vom Rotmaintal in der Pflicht.

Trinkfreudige Wikinger

Wer in jüngster Zeit in Neudrossenfeld war, erlebte, dass sie es ernst meinen: Überall tauchten blaue Zettel auf, die auf die Vorstellung des „1. Drossenfelder Prinzenpaars“ hinwiesen. Eine Art Wikinger, der ein Bier in der Hand des ausgestreckten linken Armes hält, als Logo. „Die Neugier der Leute haben wir damit definitiv schon geweckt“, freut sich Partenfelder.

Rätselraten um das Prinzenpaar

Das Rätselraten über das Prinzenpaar war damit losgetreten. Auch gegenüber der Zeitung hielten sich die Faschingsfreunde bedeckt. Die Namen sollten auf keinen Fall bereits vor dem 11.11. bekannt werden. Damit am Samstag noch genügend Leute vom Faschingsauftakt angelockt werden.

Ein wenig vermochte der Kurier den Faschingsfreunden doch zu entlocken. Der Prinz ist ein gebürtiger Neudrossenfelder. Denn als sich der Verein am Mittwochabend im Gartenhaus von Sven Partenfelder gründete, war der 29-Jährige dabei. Die Prinzessin, im wahren Leben seine Freundin, war nicht anwesend. Für den Auftakt der närrischen Zeit hat sie sich ein festliches Kleid gekauft, erzählt der Prinz. Er selbst werde einen schwarzen Anzug und eine rote Robe tragen. „Ich bin schon gespannt, wie viele Leute kommen werden.“

Prinz schlüpft gern in neue Rolle

Damit er für einige Zeit in die neue Rolle schlüpft, bedurfte es keiner größeren Überredungskünste. „Alle sagen, es ist nichts los, aber keiner will mithelfen“, sagt der junge Mann. Diese Haltung gehe ihm gegen den Strich. Deshalb würden er und seine Freundin auch bei anderen Dorffesten mithelfen. Langsam gewöhne er sich an die Prinzen-Rolle. Doch er habe ganz schön Respekt vor den Auftritten, die im Fasching zu bewältigen sein werden. „Ich hoffe auf Verständnis, wenn anfangs nicht alles gleich reibungslos läuft.“

Kleines Budget, großer Spaß

Der Verein verfügt noch über ein eher bescheidenes Budget. Deshalb werden nicht eigens Kostüme für alle mitwirkenden geschneidert. Das Gefolge, der Elferrat, will auf alle Fälle mit einer ungewöhnlichen Kopfbedeckung für Aufmerksamkeit sorgen. Denn ohne „Gaudi“ und „Action“ geht nichts.

An den Vorbereitungen beteiligt sind auch Evi und Wolfgang List, die den Ort und die Dorfgemeinschaft unterstützen wollen. „Wir rechnen mit zirka achtzig bis hundert Zuschauern“, sagt Wolfgang List. Das Herz der Faschingsfreunde bilden zudem Jochen Hammon, Sebastian Greiner, Kai Stöcker, Stephan Genk, Joshua Krull und Petra Bernard.

Bürgermeister muss sich in Acht nehmen

Weil das Rathaus geschlossen hat, haben sich die Faschingsfreunde für Bürgermeister Harald Hübner etwas anderes als die Schlüsselübergabe überlegt. Am Samstag werden unter anderem die Bayreuther Mohrenwäscher auftreten. Sie kommen auch zur großen Faschingsgala am 10. Februar in der Geflügelhalle. Garde und Tanzmariechen sind dabei, der Elferrat, das Prinzenpaar und die „Gemaawaafn“ (Sigrid Nützel). Eintrittskarten für fünf Euro sind bereits jetzt erhältlich.

Nicht bewertet

Anzeige

Kommentar schreiben

Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.
Montag, 13. November 2017 - 11:06