EV Pegnitz in Moosburg unter Druck

Zwei krachende Niederlagen (3:7 gegen Buchloe, 1:9 in Peißenberg) haben den EVP im Kampf um Platz acht zurückgeworfen. In Reichweite ist jetzt mit fünf Punkten mehr auf dem Konto nur noch der EV Moosburg, der seine Fans zuletzt allerdings ebenfalls herb enttäuschte. Auch in Passau konnte der EVM  seine Negativ-Serie nicht stoppen. Die 2:5-Niederlage war bereits die vierte Nullnummer in Folge.

Pegnitz wird nur gewinnen, wenn  das Team anders auftritt als im Hinspiel (4:5). „So darf man sich bei einer Heimpremiere nicht präsentieren. Wir haben in den ersten acht Minuten nur zweimal aufs Tor geschossen, ein wildes Forechecking gezeigt, keinen klaren Pass gespielt und Laufbereitschaft völlig vermissen lassen“,  schimpfte damals  Knut Pleger, der kurz darauf als Trainer entlassen wurde. „Meine Spieler haben ohne ersichtlichen Grund die Hosen voll gehabt.“

Abwehr wie ein Schwimmverein

Aber auch sein Nachfolger Florian Müller hatte zuletzt wenig Grund zur Freude, verlor sein Team doch nicht nur gegen Buchloe, „wo wichtige Punkte hergeschenkt worden sind“. Vielmehr wurde ihm in Peißenberg  sogar die Bayernliga-Reife abgesprochen. Am Fehlen von „Oldie“ Markus Schwindl lag es nicht allein. Zudem war Aleksandrs Kercs ein Totalausfall, und die Abwehr glich einem Schwimmverein, der den „Eishacklern“ in keiner Weise Paroli bieten konnte. Freilich, so Müller, müsse man auch anerkennen, dass Peißenberg bombastisch stark gespielt habe.

Der EVP-Coach hat seine Mannen unter der Woche mächtig zur Brust genommen, nun hofft er auf eine schnelle Trotzreaktion. Allerdings gibt es Personalprobleme: Robert Fritsche fehlt aus beruflichen Gründen, bei Sven Rothemund ist fraglich, ob er rechtzeitig zum Match in Moosburg sein kann. Müller: „Möglicherweise haben wir deshalb nur vier Verteidiger am Eis.“

Kercs soll "explodieren"

Mit dem Letten Kercs gab es ein ernsthaftes Gespräch. „Ich kann nur hoffen, dass er eine Leistungsexplosion zeigt“, sagt Müller. „Er schießt zwar jede Menge Tore, hilft aber in der Defensive nur selten aus.“

Sonntagsgegner Landsberg liegt trotz des 2:4 in Buchloe auf Rang sieben elf Punkte vor den Pegnitzern. Die Riverkings hatten das Hinspiel mit 3:2 für sich entschieden,  dabei das Match bestimmt, während Pegnitz sehr effizient agierte.

Spielentscheidend könnte am Sonntag möglicherweise das Mitteldrittel werden, in dem sich die Oberbayern generell von der Rolle zeigen. Florian Müller sieht sein Team deshalb nicht chancenlos: „Wir hatten zuletzt ein grottenschlechtes Wochenende. Ich hoffe, dass wir uns diesmal von der besseren Seite zeigen.“

rr

Nicht bewertet

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