EV Pegnitz: Ein Spiel, drei Gegner

Geblieben ist für die Oberfranken, dass sie wegen des schlechteren Torverhältnisses auf jeden Fall einen Punkt mehr holen müssen als Passau, was gegen den Tabellenvierten, den ESC Dorfen, nicht leicht wird. Neu ist: Geretsried kann Pegnitz und Passau einen Strich durch die Rechnung machen, falls man auch noch in Memmingen gewinnt – und wenn die am Freitag  vorzeitig beendete Begegnung als Sieg gewertet wird.

Passau hat vor einer Woche seine Außenseiterchance genutzt, indem die Mannschaft ausgerechnet gegen den direkten Rivalen Pegnitz mit 3:1 gewann. Im Auswärtsspiel gegen Landsberg wollen die Passauer ihren Höhenflug fortsetzen.

4:0-Führung im Hinspiel

Ice-Dogs-Trainer Florian Müller wird indes nichts unversucht lassen, dagegenzuhalten für den Fall, dass sich die Habichte einen Ausrutscher leisten. Er erinnert seine Mannen dabei an das Hinspiel, als man in Dorfen in der 55. Minute noch mit 4:0 geführt hatte, ehe die Eispiraten bei ihrem Endspurt 13 Sekunden vor Schluss noch auf 3:4 herankamen.

Pegnitz braucht am Sonntag einen ähnlichen „Sahnetag“, stimmgewaltige Unterstützung von den Rängen und einen möglichst kompletten Kader. Der Coach war deshalb froh, dass beim Abschlusstraining fast alle dabei waren.

Torwart Müller muss passen

Nur Torwart Maximilian Müller wird definitiv nicht spielen. Weil der Puck bei einem Schlagschuss in Passau das Gitter seiner Maske durchschlagen hat, muss er an der Augenhöhle operiert werden und fällt damit mindestens zwei Wochen aus. Mit Maximilian Schmidt steht aber adäquater Ersatz bereit.

Dorfen hat zwar zuletzt gegen Peißenberg (6:0) und Germering (6:4) gesiegt, muss aber ebenfalls auf seinen Stammtorhüter verzichten. Andi Tanzer wurde nach einer Faustkampfeinlage beim 7:6 in Landsberg an der Schulter operiert, so dass er für den Rest der Saison ausfällt. Er wird von Nadja Gruber oder Simon von Fraunberg vertreten, denen es möglicherweise etwas an Routine fehlt.

In der Tordifferenz zu weit hinten

Interessant wird der Vergleich der beiden Kontingentspieler Lukas Miculka (Dorfen) und Aleksandrs Kercs, die beide zu den besten Torjägern der Liga zählen. So viele Treffer, dass die Ice Dogs (-30) Passau (-9) in der Tordifferenz noch überholen, kann aber Kercs gar nicht schießen. Florian Müller: „Diese Wertung haben wir mit den Klatschen gegen Memmingen und Dorfen selbst verbockt.“ Gegen Passau gab es Sieg und Niederlage (6:4 und 1:3).

Kurioses in Geretsried

Der HC Landsberg hat es nicht verhindern können, dass der EV Pegnitz nur von Platz zehn aus das Rennen um die Zwischenrunden-Teilnahme aufnimmt und somit im allerletzten Moment noch zwei Gegner abfangen muss, um sich vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Die Landsberger weigerten sich am Freitag sogar, das von starkem Schneefall beeinträchtigte Nachholspiel beim ESC Geretsried zu Ende zu spielen. Sie kamen beim Stand von 3:1 für den Gastgeber nach der dritten Unterbrechung (37.) nicht mehr aus der Kabine!

Behält der Pegnitzer Rivale die Punkte, dann läge er in der Tabelle einen Zähler vor den EHF Passau und den Ice Dogs. Nur einer aus dem Trio verhindert das Abrutschen in die Playdown-Runde. Geretsried allerdings muss am Sonntag zu Tabellenführer Memmingen . . .

In der Begegnung, die nach einem Spielabbruch fünf Tage zuvor wegen eines Lochs in der Geretsrieder Eisfläche nötig geworden war, geriet Landsberg in Geretsried nach nur 52 Sekunden in Rückstand. In Überzahl gelang dem ESC dann gar das 2:0 (14.). Wegen des Schneefalls gingen beide Teams 3:11 Minuten vor dem normalen Zeitpunkt in die erste Drittelpause. Noch zweimal musste die Partie unterbrochen werden, um Schnee vom Eis zu räumen, dann hatte Landsberg genug.

rr

Nicht bewertet

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