Es gibt noch viel zu tun

Momentan sieht das Gebäude zwar noch ziemlich unfertig aus. Zahlreiche Kabel hängen von der Decke und warten auf Installation. Im Untergeschoss, in dem künftig Turnraum, Küche und Esszimmer untergebracht werden, fehlt der Estrich. Die Außenanlagen sind noch längst nicht fertig. Überall liegen Erdhaufen, das Haus ist eingerüstet. Die geplante Fluchttreppe besteht aktuell nur aus einer provisorischen Holztür, die erahnen lässt, wo die gewendelte Treppe später angebaut wird.

Baumeisterarbeiten sind erledigt

Und dennoch ist Matthias Regn guter Dinge: „Das Gröbste haben wir hinter uns. Jetzt geht es an die Feinarbeiten“, meint er. Bereits erledigt sind die Baumeisterarbeiten. Auch die neuen Fenster sind eingebaut. Sie reichen bis zum Boden und lassen viel Licht in die Gruppenräume, die nun auch eine eigene Türe in den Garten haben. Die Kinder gelangen künftig über einen kleinen Balkon in Stahlbauweise und eine Treppe auf den Spielplatz. Damit ist auch die Vorschrift der Brandschutzrichtlinien erfüllt, da ein zweiter Fluchtweg vorhanden ist. Der vorbeugende Brandschutz ist auch ausschlaggebend für den Anbau einer Nottreppe aus dem Dachgeschoss. Dort ist vor einigen Jahren in Elterninitiative ein Raum geschaffen worden, der für besondere Aktivitäten wie musikalische Früherziehung genutzt wird. Ohne zweiten Fluchtweg wäre diese Nutzung künftig nicht möglich gewesen.

Gruppenräume bleiben gleich

Die Aufteilung in der Einrichtung wird sich durch die Sanierung geringfügig ändern. Die Gruppenräume bleiben in etwa gleich. Allerdings werden alle Garderoben künftig in offenen Nebenräumen untergebracht, um freie Gänge zu haben. Das Büro von Kindergartenleiterin Annemarie Förster und ein Besprechungsraum für das Team befinden sich künftig gegenüber der Marienkäfer-Gruppe. Voraussetzung dafür ist, dass Küche und Esszimmer in das Untergeschoss umziehen, wo auch der Turnraum untergebracht ist. Neu ist eine Fußbodenheizung in allen Gruppenräumen.

In die Gestaltung der Räume war auch das Personal eingebunden, erklärt Matthias Regn. Immer wieder habe es Gespräche gegeben. Abgesprochen ist auch der Abbruch der Garage, die neben der Einrichtung steht. Darin werden die Fahrräder für den Verkehrsübungsplatz aufbewahrt und die Fahrzeuge für den Kindergartenbetrieb wie Dreiräder, Bobbycars und dergleichen. Für die Kinderfahrzeuge wird ein kleineres Gebäude gebaut. Die frei werdende Fläche wird zu einem Spielplatz für die Kleinkindgruppe umfunktioniert. Für die Fahrräder der Schulen wird voraussichtlich eine Fertiggarage aufgestellt.

Schalter installieren

Aktuell sind die Maler und Deckenbauer im Kindergarten. Auch die Fliesenleger haben in den neuen Sanitäranlagen noch zu tun. Wenn diese Gewerke abgeschlossen sind, werden die neuen Böden verlegt. Danach bekommen manche Gruppenräume noch Wandverkleidungen aus Holz. Auch die Elektriker haben zu tun, da Steckdosen, Beleuchtung und Schalter in einigen Räumen noch installiert werden müssen. Neu angeschafft werden kleine Küchenzeilen und Einbauschränke für die Gruppenräume. Tische, Stühle und kleinere Regale werden wieder aus der Dr.-Heinrich-Stromer-Grundschule geholt, wo die Kinder seit Spätsommer 2016 vorübergehend untergebracht sind.

„Wir sind genau in der Zeit“, meint der Bauhofleiter. Einen Puffer gebe es zwar nicht, aber Hand in Hand werde der Wiedereinzug in den generalsanierten Kindergarten rechtzeitig gelingen. In der zweiten Augusthälfte werden Kleinmöbel und Spielsachen aus der Grundschule geholt und wieder eingeräumt. Danach bleiben den Arbeitern des Bauhofs noch ein paar Tage, um die für die Betreuung von Kleinkindern umfunktionierten Grundschulräume wieder zurückzubauen. Die Generalsanierung wird rund 1,8 Millionen Euro kosten. Kämmerer Michael Bierl erwartet eine Förderung in Höhe von 54 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Das wären etwa 800 000 Euro, so Bierl.

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