Erster Zähler für die BSV-Herren

Die Eibelstädter fanden hervorragend in die Partie. Mit guten Aufschlägen setzten sie die Bayreuther Annahme unter Druck. BSV-Trainer Andreas Rüger sah sich bereits früh gezwungen, zwei Auszeiten zu nehmen – die erste beim Stand von 0:4, die zweite bei 4:10. Aber auch danach fanden die Prellmühler nicht ins Spiel und sahen sich in die Defensive gedrängt. So starteten die Gäste mit einem 19:25-Satzverlust in die Partie.

In der Satzpause berappelten sich die Bayreuther, sie kamen besser in den zweiten Satz zurück. Dem Publikum bot sich nun ein offener Schlagabtausch mit guten Aktionen auf beiden Seiten. Die Bayreuther Defensivabteilung hatte sich stabilisiert. Libero Dinkel brachte die nötige Ruhe in seine Abwehr- und Annahmereihe. Dies ermöglichte es Zuspieler Damaschke, die Angreifer variabel einzusetzen. Der BSV ging zwar in Führung (10:9, 18:17), deutlich absetzen aber konnte er sich nicht. Gegen Satzende fasste sich Mannschaftskapitän Fabian Buck ein Herz und schlug zwei Angriffe unhaltbar ins gegnerische Feld zum 25:21-Endstand.

Den Gegner an die Wand gespielt

Mit dem Rückenwind aus diesem gewonnenen Satz spielten die Gäste ihren Gegner nun an die Wand. Die Angriffe liefen über alle Positionen, und auch der Block hatte sich auf den Gegner eingestellt und griff dreimal beherzt zu. Die zwischenzeitliche deutliche Führung von 15:8 wurde weiter ausgebaut. Diagonalangreifer Dörnhöfer servierte platziert, so dass sich die Eibelstädter nicht aus ihrem Tief befreien konnten. Am Ende ging der Satz mit 25:14 deutlich an Bayreuth.

Im vierten Durchgang gelang es den Prellmühlern dann aber nicht, den Sack zuzumachen. Von Beginn an liefen sie einem Drei-Punkte-Rückstand hinterher. Hier machte sich die mangelnde Erfahrung und Abgeklärtheit der jungen Bayreuther bemerkbar. Anstatt den Druck weiter hochzuhalten, geriet der Gast ins Hintertreffen. Die Eibelstädter fanden zurück ins Spiel und punkteten über ihre starken Angreifer. Auch zwei Wechsel im Bayreuther Team zeigten nicht die erhoffte Wirkung. So ging der Satz mit 25:20 an die Gastgeber.

Nervenflattern im Tiebreak

Im Tiebreak zeigten die Bayreuther erneut Nerven. Während der BSV mit zwei Aufschlagfehlern einen schlechten Start erwischte, agierten die Unterfranken von Beginn an hochkonzentriert. Die BSV-Angriffe waren nicht entschlossen genug. Den Prellmühlern fehlten in diesem Entscheidungssatz die Durchsetzungskraft und der Siegeswille, die sie noch im zweiten und dritten Satz ausgezeichnet hatten. So war bereits beim Seitenwechsel die Niederlage unabwendbar (3:8). Am Ende unterlagen die Gäste mit 9:15.

„Positiv schlägt mit dem Tie-Break Spiel der erste Punkt in der Tabelle für uns zu Buche. Wir haben gezeigt, dass wir nach dem ersten Satz in der Lage waren, auch schwierige Spiele auswärts noch zu drehen“, bilanzierte Trainer Andreas Rüger. „Dennoch dürfen wir das Momentum danach natürlich nicht wieder aus der Hand geben.“

BSV 98 Bayreuth: Buck, Damaschke, Dinkel, Dörnhöfer, Drescher, Gamisch, Nissels, Rauscher, Schröder, Spantig, Wißling.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06