Erneute Haspo-Niederlage gegen Haunstetten

Die Gäste aus Augsburg präsentierten sich dabei so konstant spielstark wie ein Team mit dem Zeugt zum Bayreuther Angstgegner. Unvermeidlich war die Niederlage aber trotzdem nicht, wie auch der sichtlich angefressene Haspo-Trainer Michael Werner nach dem Spiel feststellte: „Natürlich hat Haun-stetten verdient gewonnen. Aber wir haben uns auch wieder selbst geschlagen. Wenn man sich so viele Fehlwürfe leistet, kann man ein Spiel gegen einen guten Bayernligisten eben einfach nicht gewinnen.“ Sage und schreibe 23 Fehlwürfe, darunter alleine drei Siebenmeter, warfen Haspo trotz der 28 geworfenen Tore immer wieder entscheidend zurück. „Einfach jeder Spieler hat sich heute zwei bis drei Fahrkarten geleistet“, war auch Marc Brückner enttäuscht. „Das geht so einfach nicht, und da müssen wir jetzt schon im Training einen anderen Abschlusswillen hinlegen.“

Doch nicht nur im Angriff war dafür verantwortlich, dass die Bayreuther nach dem 1:0 nie mehr in Führung gingen und sogar nach dem 1:3 nie mehr zum Ausgleich kamen. Auch die offensive 3:2:1-Abwehr wurde von den ebenfalls offensiv deckenden Schwaben ein ums andere Mal gekonnt ausgespielt. Dabei bekam man die bekannt gefährliche Haunstetter Rückraumreihe nie richtig in den Griff. Alexander Horner (9/1 Tore) auf der linken Seite, Maximilian Schnitzlein (7) als Spielmacher in der Mitte und Max Horner (8) auf der rechten Seite schossen Haspo fast allein ab. Aber auch zusätzliche Einläufer an den Kreis sorgten für Verwirrung in der Bayreuther Deckung und trugen damit zum oft freien Abschluss bei. So zog der TSV gleich bis auf 6:11 (18.) davon. Zwar hatte Haspo schon beim 12:13 (27.) wieder den Anschluss geschafft und war auch in der zweiten Halbzeit beim 17:18 (42.) und 24:25 (53.) einer Wende nahe, doch genau in diesen Phasen schlichen sich regelmäßig Fehlwürfe ein.

Rückkehrer Klima hält Haspo fast alleine im Rennen

Eine Ausnahme bildete lediglich Rückkehrer David Klima, der nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause auf verschiedensten Positionen viel Verantwortung übernahm und Haspo mit acht Treffern im zweiten Durchgang fast alleine im Rennen hielt. So kamen die Gastgeber 84 Sekunden vor Schluss beim 28:29 noch ein weiteres Mal in Reichweite. Doch der TSV Haunstetten wirkte auch in dieser Phase unaufgeregt. Die Gäste ließen sich von der nun offenen Bayreuther Manndeckung nicht mehr aus dem Konzept bringen und brachte ihren verdienten Sieg recht souverän über die Zeit.

Haspo Bayreuth: Pfeifer, Lehnard – Schalk (3/2), Nicola (2), Baldauf, Herrmannsdörfer (2), Weiß, S. Berghammer (1), Rahn (1), Schmidt (1), Elschner (4), Meyer-Siebert (3), Goeritz (1), Klima (10/4).

Nicht bewertet

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