Erneute Galavorstellung des Medi-Teams

In jener Halle, in der kürzlich der Titelanwärter Bayern München lange im Rückstand gelegen und nur knapp mit 72:68 gewonnen hatte, dominierten die Bayreuther von Anfang an. Dabei stellten sie sogar gleich mehrere Clubrekorde auf: Der fünfte Sieg in Serie war gleichbedeutend mit dem besten Saisonstart, der längsten Erfolgsserie und der längsten Auswärtsserie seit dem Erstliga-Aufstieg 2010.

Gänzlich unbeeindruckt starteten die Gäste im Gießener Hexenkessel vor 3157 Zuschauern: Andreas Seiferth hatte bereits dreimal getroffen, bevor den Hausherren der erste Korberfolg gelang. Dann übernahm Brooks bei den Bayreuthern, der bis zum Seitenwechsel bereits 13 Punkte sammeln konnte. Gießens Coach Denis Wucherer ließ nichts unversucht, variierte in den Verteidigungsformen, ohne jedoch nachhaltigen Erfolg zu haben. Zur Pause lagen die Bayreuther bereits überaus verdient mit über zwanzig Punkten in Führung.

Als Gießens Kapitän Cameron Wells nach dem Seitenwechsel zweimal von der Dreierlinie traf, keimte bei den Hausherren Hoffnung, die Linhart mit einem Dreier und der bis dahin unauffällige Steve Wachalski mit einer Serie von elf Punkten in Folge jedoch postwendend erstickten. So war schon vor dem Schlussabschnitt beim Zwischenstand von 47:71 eine Vorentscheidung gefallen.

Erst als gegen Ende im Medi-Team die Konzentration etwas nachließ, glückte den Hausherren noch etwas Ergebniskosmetik. Den ersten dreistelligen Saisonsieg der Bayreuther konnten sie aber nicht vermeiden: Nate Linhart erzielte den 100:82-Endstand drei Sekunden vor Spielende.

Sieben Bayreuther mit zweistelliger Punktzahl

Alles in allem präsentierten sich die Bayreuther bei ihrem fünften Saisonsieg einmal mehr als eingeschworene Einheit, was nicht zuletzt die Korbstatistik eindrucksvoll belegte: Sieben Akteure punkteten zweistellig, angeführt von Topscorer De'Mon Brooks (21 Punkte, fünf Rebounds). Bester Werfer bei den Hessen war College-Absolvent Justin Sears mit 17 Punkten und neun Rebounds.

„Wir waren vom Start weg präsent, haben vor dem Seitenwechsel überragend gespielt und die Bretter an beiden Seiten kontrolliert", freute sich Medi-Center Andreas Seiferth (elf Punkte, sechs Rebounds) nach dem Spiel. "Gießen hat alles probiert, aber wir hatten immer die passende Antwort parat." Auf Gießener Seite äußerte sich Benjamin Lischka enttäuscht: "Unser Plan ist heute nicht aufgegangen. Wir konnten die langen Bayreuther nicht stoppen, waren schnell in einem Loch, aus dem wir nicht mehr herauskommen konnten.“

Statistik

Gießen 46ers: Sears (17 Punkte), Wells (15/2 Dreier), Manigat (12/2), Bowlin (11/3), Evans (9/2), Lischka (7/1), Völler (5/1), Scrubb (4), Pluskota (2), Obst (0), Saibou (0).

Medi Bayreuth: Brooks (21/2), Linhart (15/3), Marei (15), Lewis (12/2), Wachalski (11/2), Seiferth (11), Amaize (10/1), Anderson (5/1), Trieb (nicht eingestezt), Doreth (0).

Viertelergebnisse: 9:20, 20:30, 18:21, 35:29.

 

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