Erfolg für Bayreuther Schriftsteller

Ein junger Bayreuther landete damals mit seinem ersten Roman einen großen Erfolg: Uwe Brandners Erstling „Innerungen“ wurde bundesweit mit Lob überhäuft.

Dabei war „Innerungen“ ein unkonventioneller Roman. Im Untertitel beschrieb Brandner das Werk selbst als „Abenteuer-, Liebes-, Kriminal-, Zukunfts- und Tatsachenroman“.

Die Geschichte spielt im imaginären Ort Oxester, in dem das Leben nicht seinen normalen Lauf geht. Dort leben kuriose Gestalten, wie der Kriminalistenchor oder der Greis Ono, der aus seinem eigenen Haar ein Haus gebaut hat. Gemeinsam jagen die Einwohner von Oxester einen Verbrecher.

Doch so wirr das Buch auch sein mochte, die deutsche Literaturkritikerszene zeigte sich bereits kurz nach der Veröffentlichung begeistert, darunter so große Literaten wie Reinhard Lettau und Walter Höllerer.

Es folgten Einladungen Brandners zu diversen Tagungen und Lesungen in der ganzen Bundesrepublik. Uwe Brandner war damals gerade einmal 27 Jahre alt.

Der junge Bayreuther studierte in München Theatergeschichte, Literatur und Philosophie. Er hatte bereits mehrere Kurzfilme gedreht und arbeitete an ersten Spielfilmen.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier über die Bauarbeiten des Hochbehälters am Eichelberg. Oberbürgermeister Hans Walter Wild besichtigte die Baustelle damals persönlich und unterstrich die Bedeutung dieses Bauprojekts. Er sprach vom „Kult mit dem Wasser“ und wie dringend notwendig der Bau des Hochbehälters sei: „So bitter vielen die hohen Investitionen erscheinen mögen, so notwendig sind sie: Das Wasser wird künftig eine noch größere Bedeutung erlangen. Denn man nimmt an, dass sich der Verbrauch im nächsten Jahrzehnt verdoppeln wird.“ Dieser neue Hochbehälter sei also nur ein „Mosaikstein im größeren System des Wasserverbundes“.

Nicht bewertet

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