Einsatz: Ministerium verteidigt Polizei

Das bayerische Innenministerium hat den umstrittenen Polizeieinsatz bei der geplanten Abschiebung eines jungen Afghanen Asef N. Ende Mai in Nürnberg erneut verteidigt. Der Inspekteur der bayerischen Polizei, Thomas Hampel, rechtfertigte im Landtags-Innenausschusses am Mittwoch den Zeitpunkt des Einsatzes morgens in einer Berufsschule sowie das Vorgehen der Polizei.

Abschiebung war für den Abend geplant

Der Polizeieinsatz hatte - insbesondere weil er an einer Berufsschule stattfand - eine Welle der Kritik ausgelöst. Schüler und später hinzugekommene Linksautonome hatten die geplante Abschiebung des jungen Afghanen mit einer Sitzblockade und einer spontanen Demonstration verhindern wollen. Dabei kam es zu Tumulten zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die Abschiebung des jungen Mannes sei für den Abend geplant gewesen, deshalb habe mit der Ingewahrsamnahme nicht bis nach Schulschluss gewartet werden können, sagte Hampel. Der Schüler sei aber vom stellvertretenden Schulleiter aus dem Klasseraum geholt worden.

Hampel: Gewalt eindeutig von Linksautonomen

"Es waren keine Kollegen der Polizei in irgendwelchen Klassenzimmern." Hampel betonte zudem, es bleibe für die Polizei dabei, "dass Abschiebungen aus Schulen die absolute Ausnahme sind und auch bleiben sollen".

Zudem betonte Hampel, die Gewalt sei an dem Morgen eindeutig von Mitglieder der linksautonomen Szene ausgegangen. Unter den bislang identifizierten Tätern befinde sich kein Schüler der betroffenen Berufsschule oder einer sonstigen Nürnberger Berufsschule.

Augenzeuge: "Die Gewalt ging eindeutig von der Polizei aus."

Ein Augenzeuge schilderte die Situation gegenüber Spiegel-Online ganz anders. "Die Gewalt ging eindeutig von der Polizei aus", zitiert der Spiegel Jörg Weißgerber, der in der Klasse von Asef N. den Vortrag über Migration halten sollen. Und weiter: "Die Gewalt ging eindeutig von der Polizei aus."

Der Spiegel berichtet weiter, die Polizei habe nach dem Einsatz von neun verletzten Beamten gesprochen. Verletzte Schüler seien laut Polizei nicht gemeldet worden. Dem Spiegel sagte Weißgerber, er habe Schüler mit Platz- und Schürfwunden sowie mit von Pfefferspray geröteten Augen gesehen. dpa/mki

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Kommentare

Wenn mich die Suchfunktion nicht täuscht, dann hat der Kurier in seiner Berichterstattung zu diesem sicherlich sehr unübersichtlichem Vorfall folgenden Sachverhalt mit keiner Silbe erwähnt:

""Ich bin in einem Monat wieder da. Und dann bringe ich Deutsche um." Diese Drohung soll Asef N. ausgesprochen haben. [...] Er sollte im Auto zu einer anderen Polizeiwache gebracht werden, von wo aus die Abschiebung nach Kabul starten sollte. Auf dem Weg zum Streifenwagen sollen dann die drohenden Sätze gefallen sein."

(Spiegel.de: "Drei Polizisten wollen Drohung von Asef N. gehört haben", 02.06.2017)

In ebendiesem Spiegel.de - Bericht heißt es nun weiter:

"Asef N. selbst sagt, er könne sich nicht daran erinnern, eine solche Drohung ausgesprochen zu haben. Sollte er dies getan haben, "so tut es ihm leid und er entschuldigt sich dafür", heißt es in einer Stellungnahme, die von der Vorsitzenden des Vereins Mimikri unterzeichnet wurde und dem SPIEGEL vorliegt. "Niemals würde er den Bewohnern des Landes, das ihn aufgenommen und ihm Schutz gegeben hat, Schaden zufügen", heißt es in dem Schreiben weiter: "Überlegen wir alle einmal, was wir in einer solchen Situation vielleicht ausstoßen würden!""

Klingt einleuchtend! Entschuldigung angenommen! Herr Kircher, Ihnen verzeihe ich selbst das Verschweigen dieses Sachverhalts. Küsschen, Küsschen :-Xx
>"Niemals würde er den Bewohnern des Landes, das ihn aufgenommen und ihm Schutz gegeben hat, Schaden zufügen", <


Da kommen einem glatt die Tränen…

Sehr geehrter marcharettla,
Sie verwechseln (absichtlich?) ganz offenbar das Verschweigen eines Sachverhalts mit dem Wiederkauen eines hinlänglich bekannten Sachverhalts, der mit dem Gegenstand des Artikels nur am Rande zu tun hat. Sie haben den entbehrlichen Part der Nachricht ja jetzt nachgeholt. Ich weise Sie allerdings darauf hin, sich etwas im Ton zu mäßigen und sachlich zu kommentieren. Sonst werden die Kommentare künftig kommentarlos gelöscht.
Beste Grüße,
Moritz Kircher
Sehr geehrter Herr Kircher!

Wie ich bereits geschrieben hatte, konnte mich selbst die Suchfunktion der Kurier-Website nicht auf einen hauseigenen Beitrag führen, in dem dieser - Ihrer Behauptung nach - "hinlänglich bekannte Sachverhalt" und "entbehrliche Part der Nachricht" erwähnt worden wäre. Sollte meine Recherche in dieser Sache nicht gründlich genug gewesen sein und Sie mich auf einen entsprechenden früheren, hauseigenen Beitrag verweisen können, so liegt der Fehler offenbar auf meiner Seite und ich werde ich mich natürlich dafür entschuldigen!

Sollte mir der Einsatz der Suchfunktion jedoch ein korrektes Bild vermittelt haben, so frage ich mich, wie Sie den von mir ins Spiel gebrachten Sachverhalt sowohl als "hinlänglich bekannt" als auch "entbehrlichen Part der Nachricht" bezeichnen können, wenn der Kurier diesen offenbar seinen Lesern bisher nicht kommuniziert hat?

Mit freundlichen Grüßen
marcharettla
Es stand nicht auf der Homepage. Wohl aber in aller Ausführlichkeit in der gedruckten Zeitung und im E-Paper. Also war die Info bei uns auch online verfügbar. Und außerdem ist der Nordbayerische Kurier ja nicht die einzige Zeitung in Deutschland oder das einzige Medium, das eine Homepage betreibt. Sie können sich - was Sie getan haben und ich auch regelmäßig tue - in unserer wunderbaren Medienvielfalt nach Lust und Laune bedienen.
In Ordnung. Dann wollen wir die Behauptung vom "hinlänglich bekannten Sachverhalt" einfach mal so stehen lassen.

Wenn Sie nun aber einen Beitrag verfassen bzw. zumindest editieren, in dem es um die Frage geht, von welchen/m der an dem Vorfall beteiligten Akteure die Gewalt (maßgeblich) ausging, dann würde ich besagten Sachverhalt unter keinen Umständen als "entbehrlichen Part der Nachricht" bezeichnen. Ich empfinde es hier doch als "explizit zu erwähnen", wenn der Protagonist dieser Tragödie (möglicherweise im "Eifer des Gefechts") gegenüber der Polizei mit einem Terror- bzw. Mordanschlag droht. Just my humble opinion ...
„Ich bin in einem Monat wieder da. Und dann bringe ich Deutsche um“,

Wer sich so äußere, habe jegliche Aussicht auf Duldung SELBST verspielt, sagte der CSU-Politiker Herrmann.
Ich sehe das genauso und hoffe, Herrmann lässt seinen Worte Taten folgen!

Das sieht Asefs Pressesprecherin Dagmar Gerhard von den Linkspopulisten namens „Mimikri“. völlig anders: Asef, der Anfang 2012 nach Deutschland kam, sei „gut integriert“ gewesen.

„GUT INTEGRIERT,“ hatten wir diese Feststellung nicht schon mehrmals gehört z.B. bei einem Friseurgehilfen, der sogar „bestens“ integriert war.

Asef war, wie nicht anders zu erwarten, für die Täuschung der Ungläubigen bestens vorbereitet:
In der Frage des afghanischen Passes, habe er jahrelang die Ausländerbehörden an der Nase herumgeführt.
Das sagte Thomas Bauer, Chef der Zentralen Ausländerbehörde in Ansbach.


Deshalb raus mit solchen Typen aus Deutschland,
lieber heute als morgen...

Dass das bayerische Innenministerium den umstrittenen Polizeieinsatz bei der geplanten Abschiebung eines jungen Afghanen Asef N. Ende Mai in Nürnberg erneut verteidigt, war wohl vorauszusehen. Natürlich sind die Linksautonomen schuld. Und Verletzte gibt es immer nur bei den Polizisten. Wir gehen ganz schweren Zeiten entgegen, denn hinter jeder Mauer lauert ein Linksautonom.
>>> "Die Gewalt ging eindeutig von der Polizei aus", zitiert der Spiegel JÖRG WEIßGERBER, der in der Klasse von Asef N. den Vortrag ÜBER „MIGRATION“ hat halten sollen. Und weiter: "Die Gewalt ging eindeutig von der Polizei aus.". Dem Spiegel sagte Weißgerber, er habe Schüler mit Platz- und Schürfwunden sowie mit von Pfefferspray geröteten Augen gesehen. <<<

Irgendwie verständlich,
dass eine Person, die „schöngeistige“ Vorträge über Migration hält,

nur noch ein selektives Wahrnehmungsvermögen besitzt...

Bezügl. Herrn Weißgerber heißt es auf landarbeiter.eu:

"Seit 2014 arbeitet er beim PECO-Institut u.a. am Xenos-Projekt „Vielfalt & Toleranz“ mit"
Danke für die Info.

Interessant, wer sich in der „Willkommenskultur“-Szene so alles tummelt...


Im übrigen hat der Staat in Gestalt der Polizei das Gewaltmonopol in unserem Rechtsstaat. Von wem sollte also sonst die "Gewalt" in Form des unmittelbaren Zwangs zur Durchsetzung von - mitunter auch unpopulären Maßnahmen -ausgehen...?
Stimmt! Außer natürlich von eben jenen, die den Staat und somit auch sein Gewaltmonopol ablehnen: den Linksautonomen ("Linksextreme" oder gar "Linksfaschisten" klingt einfach nicht schön und würde "die Gefahr von links" auch einfach nur unnötig aufbauschen /Ironie Ende)
Auch in Diktaturen hat der Staat in Gestalt der Polizei das Gewaltmonopol. Deshalb ist es ganz entscheidend für eine Demokratie, den extrem schmalen Weg zwischen Durchsetzung der Gesetze und das Ausüben von Macht immer wieder zu prüfen. Es gibt nicht nur von rechten und linken Extremisten eine Gefahr für unsere Demokratie, sondern auch von staatlicher Seite, wie Nachrichtendienste, z.B. in der Sache NSU.
Richtig, dafür gibt es im Rechtsstaat ja Gerichte, deren Aufgabe u. a. genau dies ist, nicht zu vergessen die 4. Gewalt, nämlich die Presse mit ihrer Aufsichtsfunktion. Und das unterscheidet den Rechtsstaat grundlegend von der Diktatur! Und auch wenn die Rolle der Nachrichtendienste im NSU Fall noch der Aufklärung bedarf, diese per se als Gefahr für die Demokratie zu titulieren, zeugt von einer unrealistischen und träumerischen Weltsicht...