Eine Gala für Kulmbachs beste Sportler

Die Stuttgarterin Seitz war erst am Morgen von der WM in Montreal heimgekehrt. Dort hatte sie ihr bestes Resultat bei einer Turn-WM gelandet: Platz fünf im Finale an ihrem Spezialgerät Stufenbarren. Das war Grund zu Freude: „Das war ein Hammer- Finale, und ich war mittendrin“, berichtete die Stuttgarterin in Kulmbach und ärgerte sich keine Sekunde über die nur um drei Zehntelpunkte verpasste Medaille.

Viele junge Talente zum ersten Mal dabei

Zum Auftakt des Abends gab es ein Trommelfeuer der Percussiongruppe der städtischen Musikschule. Im Begrüßungsinterview von Moderator Joffrey Streit mit Henry Schramm freute sich der Oberbürgermeister, dass viele junge Sportlerinnen und Sportler erstmals dabei sind: „Bei denen merkt man natürlich ganz besonders, wie wichtig ihnen dieser Abend ist.“ Was man alles mit mentaler Stärke und körperlicher Fitness erreichen kann, das haben Kulmbachs Sportlerinnen und Sportler nach den Worten von Oberbürgermeister Henry Schramm auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt: „Ob Einzelkämpfer oder Teamplayer – sie alle haben sich im Training und Wettkampf durchgebissen und sich mit hervorragenden Leistungen ihren Erfolg verdient. Und dafür steht unsere Sportlergala: Sie soll Persönlichkeiten auszeichnen, die sich durch enormen Ehrgeiz, ihr großes Durchhaltevermögen sowie durch Unmengen an schweißtreibenden Trainingseinheiten eine großartige Platzierung erkämpft haben.“

Der Oberbürgermeister stellte zudem die 50-jährige Städtefreundschaft von Kulmbach mit der niedersächsischen Stadt Lüneburg in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Sein Kollege aus Lüneburg, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, war mit einigen Ratsmitgliedern an diesem Abend geladen.

Kulmbachs Weg zur Unistadt gleicht einem Marathonlauf

Moderator Streit forderte den Oberbürgermeister auch zu einer Aussage zur künftigen Rolle Kulmbachs als Universitätsstadt heraus: Schramm verglich die Bemühungen Kulmbachs mit einem Marathonlauf: „Trainingszeit war im vergangenen Jahr. Jetzt sind wir auf der Strecke und ab jetzt heißt es, dass wir jeden einzelnen Tag dafür arbeiten. Der Teufel steckt im Detail und im Moment laufen viele Planungen. Kulmbach wird Universitätsstadt und wir werden eine siebte Fakultät der Universität Bayreuth bekommen.“

Vorgestellt wurden an diesem Abend Trendsportarten wie „Spartan Race“, eine neue Form eines Hindernislaufes. Denn Spartaner gibt es jetzt auch in Kulmbach: Zu Gast war Marcel Bär aus Gärtenroth, der in Kulmbach mit Mitstreitern die „Tough Monks“ gegründet hat. Bei einem „Spartan Race“ müssen verschiedene Aufgaben wie Reifenrollen oder Kettentragen bewältigt werden und Hindernisse wie Wasser oder Matsch überwunden werden.

Trendsportarten werden anfangs oft belächelt

Angefangen hat Marcel Bär vor zwei Jahren: „Ich bin von einem Bekannten gefragt worden, ob ich an so einen Lauf mitmachen möchte und aus ursprünglich einem Lauf sind dann zehn in einem Jahr geworden. Mittlerweilen sind wir auf europäischer Ebene vertreten, reisen durch ganz Europa und machen überall Läufe. Wir werden bewundert, aber auch belächelt. Mittlerweile werden aber die Erfolge gezählt. Bei der Europameisterschaft, die im nächsten Jahr in Dänemark stattfindet, möchte ich in meiner Altersklasse, wenn alles glatt geht, auf das Podest laufen.“

Unter den Gästen waren auch die frühere Oberbürgermeisterin und Landtagsvizepräsidentin Inge Aures und Landrat Klaus Peter Söllner. Der lobte die Sportlergala: „Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Auch die Einbeziehung der Städtepartnerschaft war gut. Viele Vereine aus Kulmbach und Lüneburg haben über die 50 Jahre Freundschaften entwickelt. Davon lebt eine Städtepartnerschaft. Es war ein kurzweiliger und toller Abend und die Sportler sind entsprechend gewürdigt worden.“

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06