Einbrüche in Hochhäuser

Eine dreiste Einbruchserie beunruhigte damals die Bayreuther Bürger. Wie der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 8. März 1968 berichtete, erreicht der erste Anruf die Kriminalpolizei von einem Bewohner eines Hochhauses an der äußeren Badstraße. Noch während die Beamten dort die Spuren sicherten, ging der zweite Anruf ein: Auch in einem Hochhaus am Meranierring war eingebrochen worden. Es dauerte nicht lange, da erreichte die Polizei ein dritter Anruf. Im Ring-Hochhaus am Josephsplatz war ebenfalls ein Einbruch verübt worden. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Mit dem Stemmeisen in die Wohnung

Später am Tag stellte sich heraus, dass im Hochhaus an der Badstraße zwei Wohnungen und im Ringhochhaus sogar drei Wohnungen Einbruchspuren aufwiesen. Die Kriminalpolizei vermutete, dass es sich bei den Tätern um sogenannte „Klingelfahrer“ handelte. Bei dieser Methode probierten die Einbrecher zunächst über die Klingelanlage aus, bei welchen Wohnungen niemand öffnete, ehe sie sich an den Einbruch machten. In besagten Fällen war damals jedes Mal ein Stemmeisen verwendet worden. Tatsächlich eingedrungen waren die Einbrecher aber nur in eine Wohnung. Weil der Besitzer nicht sofort ausfindig zu machen war, blieb die Frage, ob etwas gestohlen wurde, vorerst unbeantwortet.

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In derselben Ausgabe berichtete der Kurier von einem Diskussionsabend im Balkonsaal der Stadthalle, bei dem es um das Fernseh- und Radioprogramm ging. Veranstaltet wurde der Abend vom Verband der Rundfunkhörer und Fernsehteilnehmer in Bayern. Einige Bayreuther nutzten die Gelegenheit, Kritik an den Rundfunkanstalten zu äußern. So beschwerten sich etwa einige Jugendliche, dass im Radio kaum moderne Musik gespielt würde. Einige Hörer beklagten sich über die Sendezeit der Unterhaltungssendungen – den einen war sie zu früh, den anderen zu spät platziert. Doch es gab auch sachlichere Kritik: Mehrere Besucher der Veranstaltung regten an, der Bayerische Rundfunk möge doch mehr Nachrichten aus Franken senden.

Betrunken im Auto eingeschlafen

Des Weiteren berichtete der Kurier von einem Autofahrer, den die Polizei aus dem Verkehr zog. Der Mann schlief auf dem Fahrersitz eines Fahrzeuges, das bei Destuben in einem Graben lag. Passanten hatten die Polizei gerufen. Der Autofahrer behauptete, nachdem die Beamten ihn geweckt hatten, das Auto gehöre nicht ihm und er sei auch nicht gefahren. Er könne sich überhaupt nicht erklären, wie er dort hingekommen sei.

Weil er eine Alkoholfahne hatte, nahm die Polizei ihm den Führerschein ab. Das Auto gehörte, wie sich später herausstellte, einem Freund des Mannes. Die Ermittlungen, wer das Auto in den Graben gefahren hatte, dauerten an.

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