Einbrecher schlagen Schaufenster ein

Zunächst scheiterten die Einbrecher mitten in Michelfeld an der Ladentüre einer Metzgerei an der Michelfelder Hauptstraße. Obwohl sie mehrmals lautstark mit einem Werkzeug — nach der Form der Einschläge vermutlich ein großer Hammer — auf die Verglasung der Türe einschlugen, zeigte sich die Verbundverglasung als unüberwindbar. Inzwischen ist das kaputte Glas aber dennoch aus der Eingangstüre entfernt. Metzger Christian Trenz wartete gestern Mittag auf einen Schreiner, der die Tür mit einer passend zugeschnittenen Holzplatte wieder verschließen sollte.

Ungebetene Gäste

Die ungebetenen Gäste versuchten nach dem erfolglosen Ansturm gegen die Metzgerei um etwa 2.45 Uhr morgens ihr Glück auf der anderen Straßenseite. Auch dort scheiterten sie zunächst an der Ladentüre einer Bäckerei. Sämtliche Aufhebel-Versuche blieben erfolglos. Schließlich wurde die großformatige Schaufensterscheibe eingeschlagen.

Keine Beute

Ein Täter stieg nun in die Bäckerei ein, dort musste er aber im wahrsten Sinne kleine Brötchen backen, denn zu holen gab es dort nichts. Leider hinterließ der Verbrecher in der Bäckerei aber einen großen Schaden. Kurios ist der Umstand, dass die Täter erst gar nicht den Versuch unternahmen, bei ihren Einbrüchen leise vorzugehen.

Anwohner wachten auf

Durch den beim Zertrümmern der Scheiben verursachten Krawall wurden sehr schnell Anwohner auf die Taten aufmerksam. Die angerichteten Schäden liegen im fünfstelligen Euro-Bereich. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung gelang den beiden Tätern die Flucht. Sie werden als jugendlich, schlank und etwa 1,70 Meter groß beschrieben. Sie waren mit schwarzen Kapuzenpullis oder Jacken bekleidet.

Geschäfte vorerst zu

Am Tag danach sind beide betroffenen Geschäfte vorerst zu. In der im Rahmenbereich sichtlich lädierten Eingangstüre der Bäckerei hängt ein Schild „Wegen Einbruch geschlossen“, die zertrümmerte Scheibe hat das Bäckereiteam mit Klebstreifen notdürftig gerichtet.

"Das ist schon sehr dreist“

Gegenüber lehnt Lorna May Hupfer an der glaslosen Türe der Metzgerei Humsberger. Ihr Lebensgefährte, Metzger Christian Trenz, kommt wenig später dazu. Dem Paar ist der Schock über das Geschehene noch anzumerken. „Gleich in zwei Geschäfte mitten im Ort an der Hauptstraße einbrechen zu wollen, ist schon sehr dreist“, sagt Trenz mit grimmigem Unterton. Nun heißt es warten, den bis die zertrümmerten Scheiben ersetzt sind, ruht der Betrieb.

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