Ein Toter bei Brand in Klinik

Bei einem Feuer in einem Krankenhaus in Schwaben sind ein Mensch gestorben und sieben teils schwer verletzt worden. Der Brand war am Dienstagabend im dritten Stock der Rotkreuzklinik in Lindenberg (Landkreis Lindau) aus unbekanntem Grund ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte aus dem Patientenzimmer einen Menschen nur noch tot bergen. Das Opfer war zunächst nicht identifiziert.

Zudem gab es vier schwer und drei leichter Verletzte. Unter den Schwerverletzten war auch ein Feuerwehrmann. Drei von ihnen wurden in andere Kliniken in der Region gebracht. Ein Schwerverletzter wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Münchner Spezialklinik geflogen.

Am Mittwoch nahmen Brandfahnder der Kripo und ein Sachverständiger die Arbeit auf der Station des Krankenhauses auf, um die Ursache des Brandes zu finden. Das Gutachten werde allerdings mehrere Wochen dauern, berichtete die Polizei. Der Sachschaden wurde auf 350 000 Euro geschätzt.

In der Nacht hatte die Feuerwehr mit mehr als 100 Einsatzkräften gegen die Flammen gekämpft. Das Krankenhaus wurde zudem geräumt, etwa 130 Patienten mussten das Haus verlassen. Gegen 2.30 Uhr konnten die Kranken wieder auf die anderen Stationen gebracht werden.

Nach Angaben des Krankenhauses wurde nur eine Station bei dem Brand beschädigt, so dass die Arbeit der Klinik nicht beeinträchtigt ist. «Alle Behandlungs-, Operations- und Funktionsräume sind intakt», teilte die Rotkreuzklinik Lindenberg mit.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte nach dem Brand erneut, dass gesetzlich vorgeschrieben wird, alle deutschen Krankenhäuser und Pflegeheime mit Sprinkleranlagen in den Patientenzimmern auszustatten. «So etwas ist für Möbelhäuser und Lagerhallen heute schon längst Standard», sagte ein Sprecher der Stiftung. In Kliniken fehle hingegen häufig ein optimaler Brandschutz. Von der Klinik in Lindenberg war zunächst keine Auskunft darüber zu erhalten, ob das Haus über ein automatisches Löschsystem verfügt.

 

dpa

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