Ein Toter bei Brand in Asylunterkunft

Kurz nach 3 Uhr ging über Notruf die Meldung zu dem Brand in dem von 163 Menschen bewohnten Gebäudetrakt ein. Zahlreiche Einsatzkräfte der Bamberger Feuerwehr rückten an und begannen umgehend mit den Löscharbeiten in der betroffenen Wohnung im Erdgeschoss. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken.

Identität und Geschlecht des Toten konnten bisher nicht festgestellt werden

14 Menschen erlitten durch die starke Rauchentwicklung leichte Verletzungen. Sechs der Verletzten brachte der Rettungsdienst in Krankenhäuser. In der betroffenen Wohnung entdeckten die Einsatzkräfte einen leblosen Körper. Zur Identität sowie zum Geschlecht können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Rasch hatte sich in dem zweistöckigen Gebäude der Rauch ausgebreitet. Eine Vielzahl der Bewohner konnte das Anwesen selbständig verlassen, andere mussten von der Feuerwehr nach draußen gebracht werden. Bereits nach kurzer Zeit gelang es den Brandbekämpfern das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Bewohner konnten auf dem Gelände zeitnah in anderen Gebäuden untergebracht werden.

Keine Angaben zur Brandursache

Die Kriminalpolizei Bamberg ist mit mehreren Beamten vor Ort und übernimmt die Ermittlungen zur Brandursache. Die Polizei macht derzeit noch keine Angaben, ob der Brand durch einen Bewohner oder einen technischen Defekt verursacht wurde oder ob es sich vielleicht um einen Anschlag handelt.

Im Einsatz waren neben rund 30 Einsatzkräften der Polizei etwa 50 Angehörige der Bamberger Feuerwehr sowie zahlreiche Besatzungen des Rettungsdienstes.

 

++Update 8.50 Uhr++

Auf Kurier-Anfrage teilt Polizeisprecher Alexander Czech mit, dass die Brandermittler der Kripo Bamberg noch vor Ort sind, um die Brandursache zu ermitteln. Hinweise auf einen Anschlag in der Asylunterkunft lägen zur Zeit nicht vor. Die Wohnung befinde sich auf einem abgesperrten Gelände, das auch überwacht werde. Außerdem sei die betroffene Wohnung nicht von einer öffentlichen Straße aus einsehbar.

 

++Update 14.46 Uhr++

Aus einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg: "Brandfahnder der Kriminalpolizei nahmen in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Bamberg noch in den Morgenstunden die Ermittlungen auf und führten mit Hilfe von Dolmetschern die Befragung der Bewohner durch. Ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes und ein speziell ausgebildeter Spürhund der Polizei unterstützten die Ermittler bei ihrer Arbeit am Brandort. Nach ersten Erkenntnissen der Brandfahnder dürfte das Feuer in dem Zimmer, in dem die Leiche entdeckt wurde, ausgebrochen sein. Hinweise auf eine Ursache von außen liegen den Ermittlern derzeit nicht vor. Gleichzeitig laufen die rechtsmedizinischen Untersuchungen am Leichnam, die Aufschluss zur bislang noch unklaren Identität des Toten sowie dessen Todesursache geben sollen. Die Ergebnisse hierzu stehen allerdings noch aus. Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Feuer ein Sachschaden von über 50.000 Euro."

 

+++ Wir aktualisieren ständig, sobald neue Informationen vorliegen +++

red/mki

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