Ein Tor reicht den Tigers zum Sieg

Die Anfangsminuten gehörten den Gastgebern. Kassels Angreifer Thomas Merl konnte zunächst allein in Richtung Vosvrda durchkommen. Aber die Abwehr klärte gerade noch rechtzeitig (1.). Ebenso erfolglos blieben Steve Hanusch (2.) und Jack Downing (3.) mit ihren Torschüssen.

Tigers kommen schwer ins Spiel

"Es war schwer, ins Spiel zu kommen", kommentierte Tigers-Coach Sergej Waßmiller die ersten Minuten. "Aber wir haben sehr stark als Team gearbeitet." Sein Gegenüber Rico Rossi sagte nach der Partie: "Wir hatten viel Zug zum Tor. Aber Bayreuth hat defensiv eine gute Leistung gezeigt."

In der 4. Minute machten die Tigers dann das erste Mal auf sich aufmerksam, als Sebastian Busch den Kasseler Goalie prüfte. Doch der hielt die Scheibe sicher. Die Huskies machten das Spiel, die Tigers verteidigten. In der 13. Spielminute versuchte sich Michael Kuhn an einem Solo, konnte jedoch von Kassels Hintermannschaft rechtzeitig gestoppt werden.

Erste echte Chance zur Führung in der 22. Minute

Nur eine Spielminute später allerdings hatte die Mannschaft um Trainer Sergej Waßmiller Glück, dass erneut Merl mit seinem Torschuss erfolglos blieb. Das war knapp. Anderthalb Minuten vor der ersten Pause konnten die Tigers dann das erste Mal in Überzahl agieren. Doch heraus sprang dabei nichts für die Gäste, so dass es im Mitteldrittel weiter mit 0:0 ging.

In der 22. Minute, als die Tigers längst wieder vollzählig waren, da gab es die bis dahin beste Torchance des Spiels durch Goldhelm Ivan Kolozvary. Nur eine Parade von Kassels Torhüter Patrick Klein verhinderte die Führung der Gäste

Bayreuth mit einem Defensivbollwerk

Wie im ersten Drittel hatten die Huskies in punkto Scheibenbesitz die Nase weit vorn, machten daraus aber nichts Zählbares. In der 32. Minute konnten die Gastgeber dann nach einer Strafe gegen Felix Linden das erste Mal in Überzahl agieren. Doch die Mannschaft von Waßmiller verteidigte weiter konsequent und blieb ohne Gegentor.

Auch im letzten Drittel stellten die Tigers ihr Bollwerk in der Defensive, gegen das die Huskies trotz spielerischer Überlegenheit kein wirksames Mittel fanden. Ein ums andere Mal scheiterten die Angreifer der Huskies an Vosvrda und seinen Vorderleuten.

Siegtreffer in der 56. Minute

Den Lohn für ihre konsequente Verteidigungsarbeit ernteten die Gäste in der 56. Minute, als Sebastian Busch nach einem Alleingang von rechts aufs Huskies-Tor zielte und die Scheibe über Kleins Helm ins Tor ging. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Dann aber wurde es noch einmal eng für die Gäste, denn Michal Bartosch kassierte nur wenige Sekunden nach dem Führungstreffer eine Strafe. Aber auch die letzten Minuten überstanden die Tigers unbeschadet, obwohl Kassels Goalie Klein zugunsten eines weiteren Spielers das Eis verließ.

"Wer sich viele Chancen erarbeiten will, muss eben auch Konter zulassen."

Waßmiller sah seine Mannschaft ab dem zweiten Drittel besser im Spiel. "Da haben wir uns ein paar Chancen erarbeitet", sagte der Tigers-Trainer. "Und ich wusste, wer das erste Tor schießt, wird dieses Spiel gewinnen." Das hätten die Huskies gerne getan, sie hatten als favorisiertes Team nach vorne einiges riskiert. Trainer Rossi kommentierte: "Wer sich viele Chancen erarbeiten will, muss eben auch Konter zulassen. Und so ein Konter hat am Ende zum Erfolg der Tigers geführt."

Kassel Huskies: Klein – Maginot, MacKenzie; Hanusch, Lehikoenen; Müller, Mar., Heinrich, Müller, Mat. Mapes; Boirchaniov, Merl, Ritter; Downing, Pimm, Hungerecker; Proft, Schlager, Meilleur; Lambacher, Wycisk

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Heider, Linden; Neher, Potac; Pavlu, Kasten; Wohlberg, V.  Busch, Stas; Geigenmüller, Bartosch, Kolozvary; Marsall, Rypar, S. Busch; Fröhlich, Piskor, Kuhn

Tor: 0:1 (56.) S.Busch (Marsall, Rypar) 

3.4 (5 Stimmen)

Anzeige