Ein Seniorenheim auf Reisen

In Warmensteinach herrschen dieser Tage Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Wetter ist mies. Die Bauarbeiten laufen oft im Schneeregen und bei Schneeschauern ab. Was für private Häuslebauer ein Problem ist – vor allem die wetterbedingte Feuchtigkeit – stört die Arbeiten in Warmensteinach nicht. „Da gibt es gar keine Probleme, solange die Straßen frei sind“, sagt Barth. „Da wird ein fertiges Haus hingestellt.“

Alles nach Plan im Sechsmillionen-Euro-Projekt

Die riesigen Betonteile, die mehrmals täglich auf Schwertransportern mit bis zu fünf Metern breite über die Staatsstraße ins Fichtelgebirge rollen, sind Fertigteile für das Seniorenheim. Und dieser „Modulbau“, wie Barth es nennt, soll bis Ende kommender Woche fertig sein. „Dann steht da ein Haus mit 60 Pflegezimmern und Nasszellen.“ Ganz fertig ist das Gebäude dann freilich noch nicht. Was nach dem Rohbau noch folgt, ist der sogenannte Restausbau – also die Arbeiten an der Fassade und der Innenausbau.

Wie diese Arbeiten vorangehen, hänge wiederum sehr stark vom Wetter ab, sagt der Immotec-Geschäftsführer. Läuft alles nach Plan, soll das Sechsmillionen-Euro-Projekt im Frühjahr fertig werden. Im Mai soll es dann mit der Belegung der Zimmer losgehen. „Es kommt ein tolles Pflegeheim nach Warmensteinach“, verspricht Barth. Was normalerweise in eineinhalb Jahren Bauzeit entstehe, schaffe man in Warmensteinach dank Fertigbauweise in fünf bis sechs Monaten.

Kurzzeitige Sperrungen auf der St 2181 notwendig

Um diesen ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten, wird es auf der Staatsstraße noch ein paar Tage zu Verkehrsbehinderungen kommen. Wenn die Schwertransporte fahren, muss die Polizei die enge Straße immer wieder kurzzeitig sperren. Außerdem kommt es bei der An- und Abfahrt im Ort immer wieder zu Verkehrsbehinderungen.

In Warmensteinach ist man derweil voller Vorfreude auf das neue Seniorenheim. „Es war immer ein Wunsch der Gemeindebürger, dass in hier ein Seniorenheim entsteht“, sagte Bürgermeister Axel Herrmann beim Spatenstich Anfang November. Da war das Haus schon zu 90 Prozent fertiggestellt. Nur eben im Werk, von dem aus die fertigen Teile nun nach Warmensteinach gebracht werden.

Nicht bewertet

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Kommentare

...WARUM jetzt im November?! Fichtelgebirge - Wintereinbruch - Schnee - Baustopp ?
Ganz g'scheit. Mal schau'n wie das Wetter wird.