Ein paar Rückschläge zu viel für Haspo

Schließlich lief es für die Bayreuther auch alles andere als optimal. Nachdem ohnehin Tim Herrmannsdörfer und Ralph Weiß fehlten, verschärfte sich die Personalsituation zusätzlich, als der einzig verbliebene etatmäßige Spielmacher Yannik Meyer-Siebert schon nach 19 Minuten die zweite Zeitstrafe erhielt. Über- und Unterzahl wurden ohnehin zu einem großen Thema in einer heiß umkämpften und bisweilen auch hart geführten Partie mit insgesamt 15 Zeitstrafen (davon neun gegen Bayreuth).

Nachdem Haspo eine 6:4-Führung vorgelegt hatte (13.), verlief die erste Halbzeit ausgeglichen. Die Bayreuther zeichneten sich mit großem Einsatz aus, setzten aber auch spielerisch einige Glanzpunkte. Vor allem die beiden Rückraumspieler Marius Hümpfer und Philipp Schöttner überzeugten mit großem Druck sowie gut gewählten Abschlüssen, und sogar Torwart Alexander Wittmann gelang ein Treffer in das verwaiste Friedberger Tor. Die offensive und jederzeit hart zupackende Haspo-Abwehr erzwang zudem einige technische Fehler bei den Gastgebern, so dass die Bayreuther ihre Führung bis zum 13:11 (24.) konstant halten konnten. Dann folgten zwar einige Fehlwürfe aus aussichtsreicher Position und drei Gegentreffer in Folge, doch zwei Schöttner-Tore retten wenigstens ein Unentschieden in die Pause.

Schwächung durch zwei Rote Karten

Beim Stand von 17:18 (36.) musste Haspo einen weiteren Rückschlag verkraften, als Schöttner für ein Foul beim Gegenstoß an Friedbergs Linksaußen Alexander Schneider völlig zurecht die Rote Karte erhielt. Dafür sprang nun Rechtsaußen Paul Saborowski im rechten Rückraum ein, und auf der anderen Seite übernahm Hümpfer umso mehr Verantwortung. Immer wieder tankte er sich durch die körperlich starke Friedberger Abwehr und erzielte alleine von der 30. bis zur 49. Minute sechs seiner eindrucksvollen zehn Treffer. Allerdings vergab Haspo in dieser Phase gleich mehrfach die Chance wieder in Führung zu gehen, unter andem durch vier vergebene Siebenmeter. Friedberg hatte hingegen in Peter Haggenmüller einen sicheren Schützen vom Punkt (9/6), der auch in brenzligen Situation eiskalt blieb.

Dennoch war auch beim 23:24 (48.) noch alles offen, ehe die dritte Zeitstrafe für Maximilian Hofmann das Haspo-Team weiter schwächte. Bis zum 25:25 (53.) durch den mutig aufspielenden A-Jugendlichen David Klima wahrten die Bayreuther noch eine Siegchance, aber dann setzte sich der wurfstarke Friedberger Rückraum um Fabian Abstreiter (8) endgültig durch. Trotzdem konnte Haspo-Trainer Michael Werner dem Saisonstart viel Positives abgewinnen: „Unser Team hat eine herausragende kämpferische Leistung gezeigt. Ich bin stolz, dass es sich nie von den vielen Rückschlägen entmutigen ließ.“

HaSpo Bayreuth: Wittmann (1), Pfeifer, Lehnard – Schalk, Nicola, Hofmann (1), Hümpfer (10), Klima (1), S. Berghammer (2), Saborowski (3), Meyer-Siebert (4/3), Y. Berghammer (1/1), Goeritz, Schöttner (4).

Nicht bewertet

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