EHC verliert: Huskies cleverer als Tigers

Kassel zeigte vor allem im ersten Drittel eine sehr abgezockte Leistung, allerdings halfen die Bayreuther bei den beiden Gegentreffern mit. Beim 0:1 (8.) hatte Feodor Boiarchinov einen knallharten, jedoch nicht sehr platzierten Schuss abgegeben. Beim 0:2 (16.) vergaben die Tigers die Chance zu klären, Kassel eroberte die Scheibe, ein Querpass, Tor.

Zwischen den beiden Treffern lag eine Bayreuther Drangphase. Doch weder die Einzelaktionen von Nathan Robinson (7. und 12.), noch der Distanzschuss von Jozef Potac (13.) waren erfolgreich. Zudem verpasste David Kuchejda (14.) einen Querpass nur um Millimeter. Die beste Möglichkeit hatte Andreas Geigenmüller Sekunden vor der Drittelpause: In doppelter Überzahl scheiterte er an der Latte. So lag Bayreuth nach 20 Minuten bei den Torschüssen mit 15:10 vorne, aber nach Treffern 0:2 zurück.

Tigers im Mitteldrittel bestimmend

Im zweiten Abschnitt setzte sich der Spielverlauf fort. Die Bayreuther waren ohne die Nationalspieler Jan Pavlu (Italien) und Valentin Busch (U 19) sowie ohne den kranken Martin Heider – Stürmer Michael Kuhn feierte sein Debüt als Verteidiger – sogar das spielbestimmende Team. Angriff auf Angriff rollte auf das Gästetor, nur ein Erfolgserlebnis gab es für die Tigers nicht. Entweder klärte ein Huskies-Verteidiger im letzten Moment, oder der gute Gästekeeper Patrick Klein parierte.

Gerade in Überzahl verpasste der EHC mehrmals den Anschlusstreffer. Das rächte sich: Jens Meilleur setzte zum Alleingang an, scheiterte zunächst an Torwart Johannes Wiedemann, doch der Nachschuss passte – 0:3 (32.). Die Moral der Tigers war damit nicht gebrochen. Nur 25 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer verkürzte Sergej Stas auf 1:3. Die Hausherren gaben weiter Gas, es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es nach 40 Minuten beim Zwei-Tore-Rückstand des EHC.

Hauherren schlagen umgehend zurück

Der wuchs in der 43. Minute auf drei Treffer an. Diesmal hatte Thomas Merl nach einem Abpraller am schnellsten geschaltet. Erneut schlugen die Hausherren umgehend zurück. Es vergingen nur 21 Sekunden bis Robinson den alten Abstand wieder hergestellt hatte. Näher kamen die wacker kämpfenden Bayreuther aber nicht mehr heran. Sie riskierten zwangsweise etwas mehr und lockerten die Abwehr.

Die Freiräume nutzte Kassel sehr clever. Noch nicht bei einem 2:0-Konter (46.), den Wiedemann glänzend entschärfte, aber dann bei einem gut vorgetragenen Gegenangriff sieben Minuten später: Phil Hungerecker ließ sich die Chance auf das 2:5 nicht entgehen. Als Kassel nach schneller Passfolge das 2:6 (55.) nachgelegt hatte, war die Partie entschieden. Daran änderte auch das 3:6 (56.) durch Andreas Geigenmüller nichts mehr. Den Huskies gelang es nach der 2:0-Führung, die Tigers mit Treffern zu den genau richtigen Zeitpunkten stets auf Distanz zu halten.

EHC Bayreuth: Wiedemann – Linden, Neher; Mayer, Potac; Kasten, Kuhn – Stas, Wohlberg, Robinson; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, Kuchejda; Fröhlich, Rypar.

EC Kassel Huskies: Klein – MacKenzie, Kraus; Maginot, Müller; Christ, Lehikoinen – Carciola, Hungerecker, Downing; Meilleur, DeBlois, Klinge; Ritter, Merl, Boiarchinov; Proft, Wycisk, Lambacher.

Tore: 0:1 (8.) Boiarchinov (Merl, Müller), 0:2 (16.) Downing (Müller, Hungerecker), 0:3 (32.) Meilleur (DeBlois, Kraus), 1:3 (33.) Stas (Wohlberg, Robinson), 1:4 (43.) Merl (Lehikoinen, Christ), 2:4 (44.) Robinson (Wohlberg, Neher), 2:5 (53.) Hungerecker (Müller, Downing), 2:6 (55.) Carciola (MacKenzie, Downing), 3:6 (56.) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch).

Strafminuten: Bayreuth 4, Kassel 8

Zuschauer: 1844.

SR: Hatz, Kapzan, Schwenk.

Nicht bewertet

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