EHC ohne Angst gegen das Topteam

Am Freitag (19.30 Uhr) tritt der Aufsteiger bei einem der Überraschungsteams der Saison an: Die Lausitzer Füchse waren in den vergangenen Spielzeiten eher in der unteren Tabellenhälfte zu finden, in der abgelaufenen Saison sicherten sie erst in den Playdowns den Klassenerhalt. In diesem Jahr war das Team aus Weißwasser allerdings noch nie schlechter als Platz sieben und nimmt aktuell den sechsten Rang ein.

Swinnen, Hayes und Svoboda wirbeln

Vor allem die Paradereihe der Sachsen ist in Topform: Der erfolgreichste Torschütze der Liga, Dennis Swinnen (16 Treffer, 12 Vorlagen), wirbelt zusammen mit Jeff Hayes (11/17) und Jakub Svoboda (9/18) regelmäßig die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Jeder Spieler dieses kombinationssicheren Trios ist extrem torgefährlich und zudem sehr flink auf den Beinen. Allein der lang verletzt fehlende Kanadier Hayes verbuchte am vergangenen Wochenende in zwei Partien fünf Treffer und zwei Vorlagen auf seinem persönlichen Konto.

Allerdings reichte das nur zu zwei Punkten. Zwar zeigten die Lausitzer starke Vorstellungen, verloren aber zu Hause mit 3:4 gegen Ravensburg und sicherten sich beim EHC Freiburg erst in der Verlängerung den 5:4-Erfolg. Zwar war etwas Pech dabei, doch fehlte auch die Entlastung für die Paradereihe.

„Klar müssen wir versuchen, die Topformation zu stoppen“, sagt EHC-Trainer Sergej Waßmiller. „Aber es wäre zu kurz gedacht, dass das allein für einen Auswärtssieg reichen würde. Die Füchse haben auch dahinter jede Menge Qualität und überzeugen vor allem mit starkem Umschaltspiel.“

Torgefahr aus der Defensive

So kommt auch aus der Defensive jede Menge Torgefahr. Vor allem der Finne Patrik Parkkonen (3/21) und Andre Mücke (2/11) schalten sich immer wieder gefährlich ins Offensivspiel ein. Allerdings ist die Leistung der Füchse in den Specialteams noch verbesserungswürdig. Mit 17,1 Prozent Erfolgsquote in Überzahl und 78,3 Prozent Unterzahlquote nehmen die Lausitzer im ligaweiten Vergleich nur die Plätze zehn beziehungsweise elf ein.

Tabellenführer als Sonntagsgast

In diesen Regionen taucht der Sonntagsgast (18.30 Uhr) des EHC Bayreuth überhaupt nicht auf. Die Bietigheim Steelers gehören in jeglicher Hinsicht zum Besten, was die Liga zu bieten hat: Sie sind seit dem zweiten Spieltag durchgehend Tabellenführer, stellen mit 99 Treffern die beste Offensive und mit nur 49 Gegentoren die mir Abstand sicherste Defensive. Statistisch müssen die Bietigheimer nur 2,1 Treffer pro Partie hinnehmen. Zudem können die Steelers auf das beste Unterzahlspiel (93,8 Prozent) sowie das zweiterfolgreichste Powerplay (25,7 Prozent) der Liga zurückgreifen.

Zwar hat das sehr eingespielte Team vor allem wegen einer Verletzungsmisere in den vergangenen Wochen einige überraschende Niederlagen einstecken müssen, doch obwohl teilweise nur noch zwölf Feldspieler zur Verfügung standen, kehrte es zuletzt mit zwei Siegen in Folge auf die Erfolgsspur zurück.

Topscorer aus Kanada

Beim 6:3-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren am Dienstag war Matt McKnight (12/24) der letzte einsatzfähige Kontingentspieler. Doch der kanadische Topscorer kann eine Partie im Alleingang entscheiden. Zudem erhält er in der Offensive aktuell tatkräftige Unterstützung von Marcus Sommerfeld (12/20) und Robin Just (9/19). Für die kompakte Defensive zeichnen unter anderem der bärenstarke Torhüter Sinisa Martinovic sowie die Routiners Adam Borzecki (6/13) und Dominic Auger (5/10) verantwortlich.

„Bietigheim ist mit Abstand das beste Team der Liga“, lobt Waßmiller. „Aber das heißt nicht, dass wir in Ehrfurcht erstarren. Wir haben keine Angst und wollen auch die Topteams in unserem Stadion richtig ärgern und vielleicht etwas Zählbares mitnehmen.“

Filin als Busch-Ersatz

Bei diesem Vorhaben kann der EHC-Trainer fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Nur Valentin Busch – er ist bei der U20-WM im Einsatz – wird definitiv fehlen. Ersatz für Busch ist Vladislav Filin. Der Nürnberger Förderlizenzspieler gibt nach seiner Gehirnerschütterung sein Comeback im Bayreuther Team. Dagegen ist der Einsatz von Tigers-Torhüter Tomas Vosvrda unsicher: Die Geburt seines Kindes steht kurz bevor, so dass er eventuell am Wochenende zu seiner Frau nach Tschechien fährt.

 

 

Nicht bewertet

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