EHC holt Verteidiger Heider

EHC-Teamanager Dietmar Habnitt ist davon überzeugt, dass Heider in der kommenden Saison eine wichtige Rolle im Tigers-Team spielen wird. Zumal der Linksschütze und Defensivspezialist seine Karriere einst als Stürmer begann. „Im besten Alter, deutscher Spielerpass und auch schon reichlich Erfahrungen in der zweithöchsten Liga“, wird Habnitt in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Dazu ist er ein Verteidiger, der einige Offensivakzente setzen kann. Solche Spieler sind überall in der DEL2 begehrt.“

In der vergangenen Saison stand Heider 60 Mal für den ESV Kaufbeuren auf dem Eis. Er erzielte fünf Treffer und bereitete 18 weitere vor. Zudem sammelte er 66 Strafminuten. „Ich wollte gerne im Süden Deutschlands bleiben und ein paar Landsleute im Kader, wie hier in Bayreuth, sind sicher auch nicht schlecht“, sagt Heider mit einem Lächeln im Gesicht. „Aber ein entscheidender Grund für den Wechsel zu den Tigers war das nicht. Das Angebot vom fränkischen Aufsteiger war einfach genau richtig für mich.“

17 Einsätze in der DEL

Der 29-jährige Heider – er ist 1,88 Meter groß und wiegt 88 Kilogramm – begann seine Karriere in den Nachwuchsteams seiner tschechischen Geburtsstadt Opava und später in Havirov. Dort sammelte er auch seine ersten Erfahrungen im Seniorenbereich.

Nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga bei den Schwenninger Wild Wings und einer Saison bei den Tower Stars Ravensburg sowie 17 Einsätzen (0 Tore, 2 Vorlagen) in der DEL für die Grizzly Adams Wolfsburg spielte Heider von 2010 bis 2013 bei den Dresdner Eislöwen. Als dort in der Defensive extrem großer Personalmangel herrschte, funktionierte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch den Außenstürmer Heider zum Verteidiger um.

Er bewährte sich auf der neuen Position so gut, dass er auch nach dem Wechsel zu den Eispiraten Crimmitschau sowie zuletzt in den beiden Spielzeiten in Kaufbeuren in der Abwehr eingesetzt wurde. Martin Heider fand immer mehr Gefallen an seiner neuen Rolle: „Ich kam mit der Umstellung sofort gut zu Recht. Inzwischen spiele ich lieber hinten als vorne.“

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Montag, 13. November 2017 - 11:06