EHC: Heimvorteil dank Schützenhilfe

Es war eine der wenigen Partien in dieser Saison, in denen die geschwächten Tigers – Nathan Robinson und Valentin Busch mussten angeschlagen passen – chancenlos waren. Die Löwen dominierten nach Belieben und waren in allen Belangen überlegen.

Ihnen war deutlich anzumerken, dass sie sich für das 1:7 im vorausgegangenen Duell in Bayreuth revanchieren wollten. Sie übten permanent Druck aus und zwangen den EHC zu Fehlern.

3:0 nach 13 Minuten

Einen Schuss von C.J. Stretch (3.) parierte EHC-Torwart Tomas Vosvrda noch glänzend, und in der sechsten Minute kickte Felix Linden den Puck mit dem Schlittschuh von der Linie, doch dann ging es nach einem Scheibenverlust ganz schnell. Matthew Pistilli bediente Brett Breitkreuz – 1:0 (8.).

Die Bayreuther konnten den flinken Frankfurtern in der Defensive oft nicht folgen. Sie erlaubten den spielfreudigen Hausherren selbst kurz vor dem Tor noch Pässe. Nach 13 Minuten war schon eine Vorentscheidung gefallen, die Löwen führten 3:0.

Potac trifft nur den Pfosten

Die Tigers kamen im ersten Abschnitt nur selten über die Mittellinie – doch wenn, wurde es gefährlich: So scheiterten Michael Bartosch (7.) und Jan Pavlu (14.) am stark reagierenden Löwen-Keeper Brett Jaeger, Jozef Potac (13.) traf nur den Pfosten.

Das sollten aber für lange Zeit die letzten gefährlichen Abschlüsse des EHC bleiben. Die Partie spielte sich weiter überwiegend in der Hälfte der Bayreuther ab. Mit ihrem aggressiven Forechecking erkämpften sich die Frankfurter immer wieder den Puck und setzten sich dann im Angriffsdrittel fest.

Mehrmals retteten Vosvrda, der später für ihn eingewechselte Johannes Wiedemann oder der Pfosten. Das Schützenfest konnten aber auch sie nicht verhindern. Der 6:1-Endstand – Bartosch hatte den Ehrentreffer erzielt, nachdem zuvor Marcus Marsall einen Penalty vergeben hatte – und die Schussstatistik von 52:21 drückten klar aus, wie einseitig die Partie war.

So ging der Blick der Bayreuther auf die Partien der Konkurrenz – und da hatten die Tigers Grund zum Jubeln: Da Ravensburg punktlos blieb, hat der EHC in den am Dienstag beginnenden Pre-Playoffs Heimvorteil. Gegner ist dann der SC Riessersee.

Löwen Frankfurt: Jaeger (ab 33. Proske) – Card, Stephan, Gläßl, Dronia, Cespiva, Keussen, Tomassoni – Jarrett, Gawlik, Stretch, Ratajczyk, Pfennings, B. Breitkreuz, Pistilli, Mueller, C. Breitkreuz, Reimer, Laub, Liesegang.

EHC Bayreuth: Vosvrda (ab 39. Wiedemann) – Linden, Heider; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten; Neher – Stas, Wohlberg, Kuchejda; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, Rypar; Fröhlich.

Tore:1:0 (8.) B. Breitkreuz (Pistilli), 2:0 (10.) Laub (Dronia, Reimer), 3:0 (13.) Cespiva (Laub, Reimer), 4:0 (34.) Stretch (Liesegang, Pistilli – 5 gegen 4), 5:0 (39.) Dronia (Gawlik, Pfennings), 6:0 (47.) Cespiva (Gawlik, Mueller), 6:1 (57.) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller).

Strafminuten:Frankfurt 6, Bayreuth 10;

Zuschauer:4530.

SR: Kopitz, Fowler, Komorek.

So geht es in der DEL2 weiter

Playoff-Viertelfinale: Bietigheim Steelers (1. Platz), Löwen Frankfurt (2.), EC Kassel Huskies (3.) und Dresdner Eislöwen (4.) haben im Viertelfinale Heimrecht. Fürs diese Runde haben sich auch der ESV Kaufbeuren (5.) und die Lausitzer Füchse (6.) qualifiziert. Gespielt wird nach dem Modus „Best of 7“, das Heimrecht wechselt nach jeder Partie. Die Spieltermine: 14., 17., 19., 21., 24., 26. und 28. März. Zwei weitere Viertelfinalisten werden in den Pre-Playoffs ermittelt.

Pre-Playoffs: In den Pre-Playoffs kommt es zu folgenden Paarungen:
EHC Freiburg (7.) - Ravensburg  Towerstars (10.)
EHC Bayreuth (8.) - SC Riessersee (9.)
Gespielt wird nach dem Modus „Best of 3“, das Heimrecht wechselt nach jeder Partie. Die Spieltermine: 7., 10. und 12. März.

Playdowns: In der ersten Playdown-Runde kommt es zu folgenden Paarungen:
EC Bad Nauheim (11.) - Eispiraten Crimmitschau (14.)
SB Rosenheim (12.) - Heilbronner Falken  (13.)
Es wird nach dem Modus „Best of 7“ gespielt, nach jedem Spiel wechselt das Heimrecht. Die Spieltermine: 14., 17., 19., 21., 24., 26. und 28. März. Die Verlierer der ersten Runde haben in der zweiten Runde eine weitere Chance auf den Klassenerhalt. Der Verlierer der zweiten Runde ist sportlicher Absteiger.

Hier der Live-Ticker zum Nachlesen.

Nicht bewertet

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