EHC beim Schlusslicht ohne Treffer

Das Spiel stand im ersten Drittel auf einem schwachen Niveau. Beide Teams bauten in der Offensive nur wenig Druck auf, etwas besser gelang das den Heilbronnern. Die Gastgeber waren ein wenig aktiver und torgefährlicher.

Als die Tigers hinter ihrem eigenen Tor die Orientierung verloren, kam der Puck zu Ville Järveläinen. Aus zentraler Position und etwa sechs Metern Entfernung ließ sich der Finne die Chance nicht nehmen – 1:0 (14.).

Die Führung ging wegen der Spielanteile auch in Ordnung, was aber nicht heißt, dass der EHC chancenlos war. Ivan Kolozvary (4., 19.) und Felix Linden (5.) vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Allerdings müssen sich die Tigers auch vorwerfen lassen, dass ihre Angriffe oft zu brav vorgetragen waren. So kamen sie bei sechs Minuten Überzahl im ersten Abschnitt nur vereinzelt gefährlich zum Abschluss.

Desolates Mitteldrittel

Das gelang den Heilbronnern bei 1:30 Minuten doppelter Überzahl zu Beginn des Mittelabschnitts zwar besser, doch ein Treffer fiel nicht. Nimmt man zu diesem schadlos überstandenen Unterzahlspiel noch den gefährlichen, aber erfolglosen Konter von Markus Marsall (30.), dann sind die Bayreuther Höhepunkte schon genannt.

Der Rest war ein völlig verkorkstes Drittel – das schlechteste der Tigers in dieser Saison. Die Gäste präsentierten sich schwerfällig, unbeweglich, unkonzentriert und schwach in den Zweikämpfen. Gelungene Offensivaktionen? Absolute Mangelware.

Heilbronn nutzt seine Chancen

Auch die Heilbronner brannten kein Eishockey-Feuerwerk ab, aber sie nutzen konsequent ihre Chancen. Vor allem die starken Techniker Tyler Gron und Rylan Schwartz gaben den Takt vor. Gron war es auch, der seine Mannschaft mit 2:0 (24.) in Führung brachte. 3:0 (31.) und 4:0 (37.) resultierten aus abgefälschten Distanzschüssen. EHC-Keeper Tomas Vosvrda – er verhinderte eine höhere Niederlage – traf keine Schuld. Die Partie war nach 40 Minuten entschieden.

Den Tigers gelang es auch im Schlussdrittel nicht, den Schalter umzulegen. Selbst in Überzahl fehlte weiter die Durchschlagskraft.

Die Partie plätscherte vor sich hin, da die Falken nur noch das Nötigste taten. Doch auch so waren sie weiter das bessere und offensivstärkere Team.

Da zudem die Heilbonner Abwehr hielt, blieb die Schießbude der Liga erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer – auch dieser Fakt charakterisiert die schwache Bayreuther Leistung an diesem Abend. Die Tigers fanden, einige Phasen im Anfangsdrittel ausgenommen, nie richtig in die Partie.      bis/ter

Heilbronner Falken:Hare – Botzenhardt, Heywood, Vogl, Forster, Kurz, Martens, Harty – Kirsch, Schwartz, Lavallée, Järveläinen, Bär, Krüger, Helms, Gron, Stöber, Gelke, Eberhardt.

EHC Bayreuth: Vosvrda – Linden, Heider; Mayer, Potac; Kasten, Pavlu – Stas, Wohlberg, Filin; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, Kuhn; Kolupaylo, Fröhlich, Rypar.

Tore: 1:0 (14.) Järveläinen (Lavallée, Helms), 2:0 (24.) Gron (Schwartz, Bär), 3:0 (31.) Helms (Heywood, Järveläinen – 5 gegen 4), 4:0 (37.) Kirsch (Heywood, Gron).

Strafminuten: Heilbronn 14, Bayreuth 6.

Zuschauer: 1214.

SR: Naust, Jordan, van Himbeeck.

Den Live-Ticker zum Nachlesen finden Sie hier.

Nicht bewertet

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Kommentare

So langsam wird die Luft immer dünner und gerade gegen die direkte Konkurrenz läßt man einfach zu viele Punkte. Richt wohl doch immer deutlicher nach Abstiegsrunde!