EHC Bayreuth verliert gegen SC Riessersee

Schon nach 37 Sekunden lagen die Tigers beim SC Riessersee in Rückstand. Alexis Loiseau zog von links direkt vor das Tor, Rimbeck musste nur noch den Schläger hinhalten. Ein früher Schock für die Gäste, will man meinen. Denn auch in der Folge zeigte sich Riessersee weiterhin überlegen.

Doch die bissigen Tigers werden durch Rückstände erst richtig wild. Mit Geigenmüller und Wohlberg taten sich erste Chancen auf. In der 7. Spielminute dann ein grobes Foul der Gastgeber. Sebastian Busch war nach einem Traumpass im Alleingang auf dem Weg zum Tor, als er von Philipp Wachter gestoppt und brutal in die Bande gedrückt wurde.

Ausgleich für Bayreuth

Wachter musste daraufhin direkt in die Kabine. Fünf Minuten Zeitstrafe und eine Spieldauerdisziplinarstrafe war die Folge für seinen Ausraster. Im anschließenden Powerplay dann der Ausgleich für Bayreuth.

Ivan Kolozvary nagelte den Puck nur Sekunden nach Wiederanpfiff unter die Latte. Das weitere Powerplay der Tigers war zu harmlos. Chancen gab es auf beiden Seiten und somit ging das 1:1 nach dem ersten Drittel voll in Ordnung.

Riessersee in der 25. Spielminute wieder in Führung

Das Mitteldrittel begann mit hoher Geschwindigkeit und leichten Vorteilen bei den Gastgebern. Scheibenverluste gab es auf beiden Seiten. Florian Vollmer brachte Riessersee in der 25. Spielminute wieder in Führung.

Driendl und Oakley hatten ihn zuvor bedient und eine tolle Kombination heraus gespielt. Vosvrda ohne jegliche Chance. Die Gastgeber legten ein hohes Tempo vor, doch Bayreuth hielt Schritt. Geigenmüller, Stas und Bartosch scheiterten jeweils am heute eigentlich unsicheren Ilya Sharipov.

Danach wurde es ruppig. Nach einem kleinen Schlägergestochere vor dem Bayreuther Tor, flogen plötzlich die Fäuste. Bestraft wurde lediglich Bayreuth. Sergej Stas erhielt neben den obligatorischen zwei Minuten auch eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Der Grund dafür war wenig ersichtlich und bedarf sicherlich der Analyse. Schiedsrichter Ralph Bidoul will einen Check von hinten gesehen haben.

Gestocher ohne große Spielszenen

Mit einer hauchdünnen, aber wohlverdienten 2:1 Führung für Riessersee ging es in die letzten 20 Minuten. Bayreuth wollte eigentlich den Sack zumachen und frühzeitig ins Viertelfinale einziehen, doch dafür mussten sie jetzt kämpfen.

Das Unterzahlspiel brachten die Tigers sicher über die Bühne, nennenswerte Chancen gab es aber nicht. Mehr und mehr entwickelte sich das Spiel zu einem Gestocher ohne große Spielszenen aber mit hoher Energie. Noch immer wurde das Tempo hochgehalten.

Nach einem hoffnungsvollen, aber abgewehrten Angriff durch Bartosch und Kolozvary, setzten die Gastgeber zum Konter an. Jakob Mayenschein stürmte vor das Bayreuther Tor und sorgte zehn Minuten vor Schluss mit dem 3:1 für eine Vorentscheidung.

Ein Tor der Tigers, drei Minuten vor Schluss, wurde nicht gegeben

Die Tigers wollten nicht aufgeben und drängten zu einem Anschlusstreffer. Die letzten fünf Minuten spielten sich fast ausschließlich vor dem Tor der Gastgeber ab. Ein zweifelhaftes Tor der Tigers, drei Minuten vor Schluss, wurde nicht gegeben.

Die letzten 120 Sekunden spielte Bayreuth durch ein Foul von Loiseau und einem herausgenommenen Goalie in doppelter Überzahl. Riessersee verteidigte seinen Vorsprung mit allen Mitteln und erzwang mit einem nicht unverdienten 3:1-Sieg ein Entscheidungsspiel am Sonntag. Im Tigerkäfig geht es dann ab 18.30 Uhr um den Einzug ins Viertelfinale. Wir tickern natürlich wieder live.

Nicht bewertet

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