EHC Bayreuth besiegt Rosenheim mit 4:0

Die Bayreuther waren das läuferisch klar bessere Team, mussten deshalb nur selten in die Zweikämpfe und hatten viele Freiräume. Das Problem: Sie nutzten sie im ersten Abschnitt nicht konsequent. Zu schlampig war oft der öffnende Pass oder die Stürmer machten vorm Tor einen Haken zu viel. Das galt aber nicht beim Führungstreffer: Ein präziser Querpass, Christopher „Kiste“ Kasten hatte viel Zeit und schob den Puck lässig zum 1:0 (5.) ein.

Tigers gaben Spieltempo vor

Aus Rosenheimer Sicht ging das viel zu einfach. Die Gäste hatten in Unterzahl vergessen, die Zone vor dem Tor eng zu machen. Die Bayreuther, bei denen die vierte Reihe mit Förderlizenzspieler Vladislav Filin viel Einsatzzeit bekam, gaben von nun an das Spieltempo vor. David Wohlberg (10.) und Sebastian Busch (13.) verpassten einen weiteren Treffer. Viele zwingende Chancen gab es im ersten Abschnitt aber nicht, allerdings hätte es auch Unentschieden stehen können, wenn EHC-Torwart Tomas Vosvrda nicht stark gegen die frei zum Schuss kommenden Christian Neuert (2.) und Stephan Kronthaler (12.) pariert hätte.

Ins zweite Drittel startete der EHC in Überzahl: Diesmal kam der Pass von hinter dem Tor, erneut war Kasten zur Stelle. Der Treffer zum 2:0 (22.) weckte die Rosenheimer auf; erstmals gelang es ihnen, über einige Minuten hinweg Druck aufzubauen. Ins Wanken brachten sie die Hausherren mit ihren Offensivbemühungen aber nicht. Entweder die Bayreuther gingen im richtigen Moment energisch in den Zweikampf oder blockten die Schüsse der Starbulls.

Präzise Pässe

So kam nie das Gefühl auf, als könnten die Tigers diese Partie aus der Hand geben. Erst recht nicht ab der 29. Minute: Nun agierten die Hausherren zielstrebig in der Vorwärtsbewegung und auch die Pässe spielten sie präzise. Zwar verhinderte SB-Torwart Lukas Steinhauer mehrmals den dritten Treffer, doch einen Schuss von Valentin Busch musste er durch die Beine zum 3:0 (36.) passieren lassen. Den Rosenheimern waren die zahlreichen namhaften Ausfälle anzumerken, vieles blieb an diesem Tag Stückwerk.

So konnten sie im Schlussdrittel nicht verhindern, dass der EHC seine in dieser Saison durchwachsene Powerplay-Bilanz weiter verbesserte. Dem spielfreudigen Michael Bartosch gelang in Überzahl das 4:0 (43.). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt schon längst entschieden, zu eindeutig waren die Kräfteverhältnisse. Bei besserer Chancenverwertung im letzten Drittel wäre sogar ein noch höherer Heimsieg möglich gewesen. Einzige Enttäuschung für die Bayreuther blieb so die Zuschauerzahl: 1386 war Minuswert bei EHC-Heimspielen in dieser Saison.

EHC Bayreuth: Vosvrda – Linden, Heider; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten; Neher – Stas, Wohlberg, Robinson; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, V. Busch; Filin, Fröhlich, Rypar.

Starbulls Rosenheim: Steinhauer – Burt, Vollmayer; Veisert, Valkonen; Gottwald, Kronthaler – Scofield, Daxlberger, Lewis; Edfelder, Classen, Neuert; Wenzel, Tausch, Nowak; Wieczorek, Krumpe, Hein.

Tore: 1:0 (5.) Kasten (Bartosch, Geigenmüller – 5 gegen 4), 2:0 (22.) Kasten (Bartosch, Kolozvary – 5 gegen 4), 3:0 (36.) V. Busch (Bartosch, Potac), 4:0 (43.) Bartosch (Geigenmüller, Kasten - 5 gegen 4)

Strafminuten: Bayreuth 8, Rosenheim 8 + 10 gegen Vollmayer

Zuschauer: 1386.

SR: Apel, Flad, Lajoie

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