In Eckersdorf fehlen die Wahlhelfer

Verwaltungsleiter Brosig machte in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend keinen Hehl aus seiner Verärgerung darüber, dass sich die Wahlhelfer rar machen. Bei Wahlen bestellt die Gemeinde per Gesetz ehrenamtliche Wahlhelfer. Nur aus wichtigen, gesetzlich geregelten Gründen darf ein Wahlhelfer absagen. Brosig schimpfte: "Viele haben schäbigerweise abgesagt."

Gemeinde will keine Zwangsmaßnahmen ergreifen

Mittlerweile habe sich die Situation so zugespitzt, dass die Gemeinde nicht mehr umhin komme, bei der Landtagswahl 2018 die Zahl der Wahlbüros zu reduzieren. Es gebe dazu nur eine Alternative. Wenn im Wahlbüro am Tag der Wahl zu wenig Personal sitzt, könne die Gemeinde die ersten Wähler, die ihre Stimme abgeben wollen, zwangsweise zu Wahlhelfern machen. Das erlaubt das Gesetz. So eine Zwangsmaßnahme könne aber niemand ernsthaft wollen, sagte Brosig.

Die neue Einteilung der Wahlbürobezirke in Eckersdorf und Donndorf

(für eine größere Darstellung das Foto anklicken - Skizze: Gemeinde Eckersdorf)

Die Gemeinderäte, die die Entscheidung darüber zu fällen hatten, folgten den Ausführungen Brosigs resigniert. Großer Widerstand gegen die vorgeschlagene Neueinteilung regte sich nicht. Claus-Dieter Vogel (CSU) brachte lediglich vor, dass damit die statistische Vergleichbarkeit der Auszählungsbezirke mit vergangenen Wahlen verloren gehe.

Nur noch ein Wahlbüro für die Außenorte

Besonders betroffen von der Änderung sind die Eckersdorfer in den westlichen Ortsteilen. Die Wahllokale Neustädtlein, Oberwaiz und Busbach wird es nicht mehr geben. Die dortigen Einwohner müssen künftig in Eschen wählen gehen. Der Ort liege zentral, begründete Brosig. Auf Anregung von Wolfgang Haida (SPD) will die Gemeinde einen Fahrdienst für Bürger anbieten, die am Wahltag keine Möglichkeit haben, zum Wahlbüro zu kommen.

In Eckersdorf und Donndorf bleiben die Wahlbüros in der Grundschule, in der Mittelschule, im Rathaus und am Kindergarten erhalten. Allerdings müssen sich die Wähler auch hier auf Änderungen einstellen. Denn um die Arbeit einigermaßen gleich zu verteilen, hat die Verwaltung die Straßenzüge so eingeteilt, dass auf jedes Wahlbüro in etwa gleich viele Wahlberechtigte entfallen.

Vor vier Jahren hatte der Gemeinderat laut Sitzungsvorlage schon einmal über eine neue Einteilung der Wahlbezirke diskutiert, eine Entscheidung aber vertagt. Diesmal fiel die Abstimmung einstimmig für den Vorschlag der Verwaltung aus.

Nicht bewertet

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Kommentare

Es gibt doch sicherlich eine ganze Menge von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes. Die kann man alle ohne Probleme verpflichten. Ich verstehe das nicht!!! Ich bin selber Beamter und mache seit Jahren diesen Job!!!
Vieleicht sollte man alle Eckersdorfer Gemeinderäte als Wahlhelfer verpflichten. Dann würden die auch mal eine sinnvollte Tätigkeit für die Gemeinde zum Wohle der Bürger ausüben.
Ich bin mir sicher, dass die allermeisten Gemeinderäte als Wahlvorstände bzw. Wahlhelfer eingeteilt und auch anwesend sind. Das ist in anderen Gemeinden auch so. Sind sie eigentlich Wahlhelfer bzw. haben jemals davon Gebrauch gemacht, Georgi09???? Wenn nicht, kann man sich auch gerne freiwillig bei der Gemeinde dafür bewerben und wird in der Regel auch dann entsprechend eingesetzt. Wenn sie jedoch dieses Ehrenamt noch nicht begleitet haben, sollten Sie sich solche Kommentare wirklich sparen ;-)
Wenn ich Kiepfer hieße, würde ich anmerken, dass man ein Ehrenamt nicht "begleitet", sondern "bekleidet". Aber ich bin ja nicht Kiepfer...
Da müsste man die Entlohnung für eine solche Tätigkeit eben endlich auch einmal auf die heutige Zeit anpassen. Dann würden die Wahlhelfer schnell Schlange stehen. Von nichts kommt nichts.
Welche Entlohnung wird denn bezahlt ?
Meines Wissens gibt es ein "Erfrischungsgeld" von 25 €.