Dorferneuerung in den Startlöchern

Rund 80 Bürger informierten sich im voll besetzten SV-Heim über Inhalte, Vorgehen und Planungseckdaten des Prozesses. Bei einem ersten Arbeitswochenende im Januar in Klosterlangheim fiel der Startschuss. Die Seminarteilnehmer präsentierten nun gemeinsam mit Baudirektor Thomas Müller und Sabine Hafner vom beratenden Planungsunternehmen Klimakom ihre Ergebnisse. Einer Situationsanalyse über Stärken und Schwächen folgte die Entwicklung von Ideen und Maßnahmen.

Methodik, Ziele, Leitbilder

Motiviert und strukturiert führten die Dorferneuerer durch den Abend. Es wurde über Methodik, Ziele, Leitbilder, aber auch konkrete Maßnahmen gesprochen. „Wir haben schon in vielen Bereichen ein attraktives Dorf und wollen daher keine Erneuerung, sondern eine Verbesserung“, so Angelika Witt von der Arbeitsgruppe. Ganz oben auf der Liste der Verbesserungsvorschläge stehen die Themen Verkehr, Infrastruktur und Nahversorgung. Ein Kreisverkehr würde Abhilfe bei den unübersichtlichen Dorfzufahrten von der B2 schaffen.

Leitplanken sollen weg

Die neuen Leitplanken sollen wieder abgeschraubt werden. Gehsteige an der Klumpertalstraße könnten für mehr Sicherheit sorgen, Radwege und sichere Bushaltestellen müssten angelegt werden. Das Dorfzentrum am Kirchplatz soll einladend mit einem attraktiven Terrassengarten und Sitzgelegenheiten verschönert werden. Für die Wanderer sollen Hinweistafeln aufgestellt werden – so die Arbeitsgruppenmitglieder Andreas Lothes und Otmar Sieber. Wolfgang Büttner stellte Ideen für eine attraktivere und naturfreundliche Gestaltung des Schwemmweihers vor. Karlheinz Winkler schlug spontan die Einrichtung eines Wanderrundwegs für Touristen vor, der vom Klumpertal über den Schwemmweiher ins Dorf zu Kirche und Wirtshaus führen könnte.

Moderator der Arbeitsgruppe

Werner Raum stellte als Moderator der Arbeitsgruppe klar, dass es sich bei allen Vorschlägen um eine erste Diskussionsgrundlage handele, die ab Frühjahr 2018 in festen Arbeitsgruppen verbindlich festgelegt und konkret weiterentwickelt werden. Thomas Müller appellierte an die Bronner, sich aktiv in die Planung und den Gestaltungsprozess einzubringen und stellte den Zeitplan vor. Nach dem Abschluss der Vorbereitungsphase im Sommer ist für Herbst 2018 der Startschuss mit der Wahl eines Vorstandes geplant, der den Prozess in Kooperation mit der Kommune leiten wird. Im Winter erfolgen amtsinterne Abstimmungen und Planungen, damit im Frühjahr 2019 mit der konkreten Objektplanung begonnen werden kann.

60 Prozent Zuschuss

Bürgermeister Uwe Raab und Müller teilten mit, dass etwa 60 Prozent der Kosten vom Amt für ländliche Entwicklung übernommen werden. Die restlichen 40 Prozent übernimmt die Stadt Pegnitz. Auf die Frage nach der finanziellen Bürgerbeteiligung antwortete Raab: „Ich gehe davon aus, dass die Bürger nichts dazu zahlen müssen und dass die Straßenausbaubeitragssatzung abgeschafft werden wird.“ Auch seien im Rahmen der Dorferneuerung Zuschüsse von bis zu 20 Prozent für Privatsanierungen möglich. Als Nächstes sind die Bürger gefragt. Am 17. April findet das erste Arbeitskreistreffen um 19 Uhr im SV-Sportheim statt. Jeder, der die Dorferneuerung mitgestalten will, kann kommen.

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