Die Windkraft beschäftigt die Polizei

Unumstritten ist aber nach einem Blick auf die Statistik: Im Landkreis Bayreuth passieren jedes Jahr rund 3000 Straftaten. Das sind fast neun jeden Tag. Erfreulich: Davon werden im Landkreis Bayreuth mehr aufgeklärt, als im bayernweiten Durchschnitt, nämlich 73 statt 66 Prozent. Etwa jeder vierte Tatverdächtige ist kein Deutscher, davon wird aber wiederum nur die Hälfte als sogenannter „Zuwanderer“ gezählt. Und: Alleine schon der Aufenthalt ohne gültige Papiere wird hier als Straftat gewertet.

Wenig Autodiebstähle, mehr Einbrüche

Autodiebstähle spielen mit nur acht Fällen im Jahr praktisch keine Rolle in der Region, mehr Sorgen bereitet die Polizei da schon die Zahl der Wohnungseinbrüche. Diese beträgt mit 40 Fällen zwar nur etwas mehr als ein Prozent der gesamten Straftaten, der Kriminalhauptkommissar sagt aber: „Auch wenn der materielle Schaden oft gar nicht so groß ist, der emotionale ist gewaltig.“ Auffällig dabei: Eingebrochen wird vor allem entlang der Autobahnen. Seit die Polizei das weiß und dort entsprechend häufiger patrouilliert, geht die Zahl stark zurück. In den ersten drei Monaten dieses Jahres kam es zu nur drei Einbrüchen. Setzt sich das im Laufe des Jahres so fort, stehen am Ende zwölf statt 40 wie im Vorjahr. Edgar Schock sagt aber: „Personell ist das ein Kraftakt.“

Das Reh läuft oft ins Auto

Auch anders als in Oberfranken: Im Landkreis sinkt die Zahl der Autounfälle, um 2,6 Prozent auf 2478. Beinahe jeder zweite Crash geht aber auf einen Wildunfall zurück. Spitzenreiter dabei: das Reh, dicht gefolgt vom Wildschwein. Und auch die Zahl der Schwerverletzen ist um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr auf 105 Personen gesunken. Alkohol spielt bei Unfällen demnach nur eine sehr geringe Rolle. Bei den fast 2500 Unfällen waren nur 30 Mal Schnaps, Bier und Wein im Spiel. Auch das verrät ein Blick in die Statistik: Junge Fahrer sind zwar immer noch mehr an Unfällen beteiligt als alte, wenn Senioren beteiligt sind, sind sie aber häufiger die Verursacher.

Mehr Einsatzstunden für die Windkraft

Und zu guter Letzt noch eine imposante Zahl: Waren es vor drei Jahren noch 770 Stunden, die die Polizisten der Inspektionen Pegnitz und Bayreuth Land damit verbracht haben, die Lieferung von Bauteilen für Windkraftanlagen ab der Autobahnabfahrt zu eskortieren, waren es im vergangenen Jahr 1214 Stunden.

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Kommentare

"Autodiebstähle spielen mit nur acht Fällen im Jahr "

Für welchen Bereich war das ? da standen doch in den letzten 3 Monaten (gefühlt) mehr Fälle in der Zeitung
Als Journalist mit originärem Berufsverständnis hätte ich mal aufgeführt, welche konkrete Zunahme es bei der Zahl der Zuwanderer in 2016 zu 2015 gegeben hat.
Angesichts der Formulierung in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 Oberfranken (Seite 24):
"Die Auswertung der zur PKS gemeldeten Straftaten mit dem Filter „Tatverdächtiger ist Zuwanderer“ zeigt einen weiteren Anstieg der Straftaten um 25,4 Prozent auf 7.462. (2015: 5.952 Fälle).
Bereinigt man die Verstöße ‚Zuwanderer‘ um ausländerrechtliche Bestimmungen verbleibt ein Anstieg der Straftaten von 1.685 Fälle auf 2.537 (+ 50,6 Prozent).
Diese 2.537 Straftaten sind somit ein Teilbereich der durch ‚nichtdeutsche Tatverdächtige‘ begangen wurden. Folglich ist auch hier eine Erhöhung bei den Straftaten durch nichtdeutsche Tatverdächtige von 6.265 Fälle auf 7.174 (+ 14,5 Prozent) zu verzeichnen.
Bei der Betrachtung der Entwicklung der Fallzahlen muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Anzahl der Zuwanderer auch im Jahr 2016 angestiegen ist. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Auswirkungen der Aufnahme- und Abschiebeeinrichtungen in Bamberg (ARE, AEO). Die Konzentration von jungen Menschen ohne Bleibeperspektive hat zu punktuellen Anstiegen in der Kriminalität geführt.
Ein Anstieg ist bei folgenden Delikten/ Deliktgruppen feststellbar: Rohheitsdelikte (insb. einfache Körperverletzung), Rauschgiftdelikte, Vergewaltigung, Diebstahl (insb. einfacher Diebstahl), Sachbeschädigung und Beleidigung. Der Tatort der meisten Gewaltdelikte (63,9 Prozent) befindet sich innerhalb der Aufnahmeeinrichtungen und Unterkünfte."
(Quelle: http://www.polizei.bayern.de/content/2/5/7/7/9/7/pks_ofr_2016.pdf)

Auch interessant die Tabellen auf Seite 21 hier:
http://www.polizei.bayern.de/content/2/5/7/7/9/7/pks_2016endversion.pdf

Aber Beschönigen a la "Etwa jeder vierte Tatverdächtige ist kein Deutscher, davon wird aber wiederum nur die Hälfte als sogenannter „Zuwanderer“ gezählt. Und: Alleine schon der Aufenthalt ohne gültige Papiere wird hier als Straftat gewertet." ist ja auch nett. Widerspricht zwar journalistischen Standards, beweist aber "Haltung und Ideologie".