Die Vecchia Signora träumt vom Titel

Als erstes Team steht Juventus Turin im Champions-League-Finale von Cardiff - und träumt nun vom ganz großen Triumph. «Das Finale war nicht unser Ziel, das bedeutet nichts, wir wollen gewinnen», sagte Kapitän Gianluigi Buffon nach dem 2:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen AS Monaco. Gegner des italienischen Fußball-Rekordmeisters ist am 3. Juni Real oder Atlético Madrid. Real geht mit einem 3:0-Vorsprung in das Rückspiel am Mittwochabend. Die Schlaglichter des ersten Halbfinals in der Champions League:

TRIPLE-TRÄUME: Für Juventus Turin könnte es eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte werden. In Cardiff haben die Italiener die große Chance auf ihren ersten Königsklassen-Titel seit 1996. Die sechste italienische Meisterschaft in Serie ist ihnen bei sieben Punkten Vorsprung drei Spieltage vor Saisonende kaum noch zu nehmen. Und auch den Pokal kann Juve im Finale gegen Lazio Rom holen.

DFB-DUELL: Schon nach zehn Minuten war die Partie gegen Monaco für Sami Khedira beendet. Der 30-Jährige musste mit einer Verletzung im linken Oberschenkel ausgewechselt werden. Der Mittelfeldspieler könnte seinem Club damit im Saisonendspurt in der Serie A fehlen. Auch ob er bis zum Finale am 3. Juni wieder fit ist, war zunächst unklar. Das Duell zwischen Khedira und seinem DFB-Kollegen Toni Kroos von Real Madrid droht daher zu platzen. Khedira gewann 2014 mit Real die Königsklasse, Kroos 2016 mit Real und 2013 mit dem FC Bayern.

GEGNER: Die Turiner stellten sich nach dem ungefährdeten Erfolg gegen Monaco auf ein Final-Duell mit Real Madrid ein. Dem Titelverteidiger um Superstar Cristiano Ronaldo scheint der Finaleinzug nach dem 3:0 aus dem Hinspiel gegen Atlético kaum noch zu nehmen. 2015 besiegte Juve die Königlichen im Halbfinale. «Gegen Real haben wir eine 50:50-Chance», sagte Verteidiger Leonardo Bonucci.

DRITTER VERSUCH: 2003 und 2015 verlor Gianluigi Buffon mit Juve das Königsklassen-Finale - nun soll sich sein großer Traum vom Henkelpott erfüllen. «Ich bin in absoluter Topform, jetzt wollen wir die Chance nutzen», sagte Buffon. «Vor zwei Jahren dachte jeder, das wäre mein letztes Finale gewesen, umso schöner fühlt sich das jetzt an».

ZUKUNFT: 18 Jahre ist Monacos Supertalent Kylian Mbappé alt - bei Buffons erster WM 1998 war er noch nicht einmal geboren. Ihm und seinen Teamkollegen von Monaco gehört die Zukunft, mit begeisterndem Offensivfußball schaffte es der französische Tabellenführer bis ins Halbfinale. Juve war dann eindeutig zu stark. «Wir verlassen die Champions League erhobenen Hauptes», sagte Trainer Leonardo Jardim.

KABINENPARTY: Den Finaleinzug feierten die Juve-Profis ausgelassen mit einer spontanen Feier in der Kabine. Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken zeigten die Spieler tanzend, singend und jubelnd. Und schon am Sonntag könnten die Bianconeri den nächsten Grund zum Feiern haben: Im direkten Duell mit AS Rom kann das Team von Massimiliano Allegri den Meistertitel perfekt machen.

dpa

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