Die Partei: Elf Fragen an Wolfgang Karl

1. Was ist das Wichtigste, was ein Bayreuther Abgeordneter im Bundestag in der nächsten Wahlperiode für die Region erreichen muss?

Wolfgang Karl: Infrastruktur und Sport! Mit dem dreispurigen Ausbau der Todesrinne soll ein mächtiger Handelshafen in Bayreuth entstehen. Außerdem treten wir für den Ausbau des Hans-Walter-Wild-Stadions in eine reine, bundesligataugliche Fußball-Arena ein.

2. Wie lange sollen noch Diesel-Pkw auf deutschen Straßen fahren dürfen?

Karl: In Hof dürfen sie meinetwegen noch lange fahren. In Bayreuth fordern wir ein Diesel-Rauchverbot vor Restaurants, Kitas und öffentlichen Gebäuden. Aber mal ganz ehrlich: Das alles ist doch eine Scheindebatte, solange keine neue Antriebstechnik für LKWs gefunden wird.

3. Muss die nächste Bundesregierung eine jährliche Obergrenze für Flüchtlingszuzug einführen und durchsetzen?

Karl: Sicher, wenn sie es schafft, gleichzeitig eine Obergrenze für Opfer von Kriegen und Vertreibungen weltweit einzuführen. So eine Art Maximum-Death-Flatrate könnte ein humanitärer Durchbruch sein. Vielleicht rüsten wir künftig Waffen mit einer Sperre aus: Bei Maschinengewehren wird beim Erreichen der Totengrenze die Schussrate gedrosselt.

4. Soll die Rente wieder stärker steigen als bisher abzusehen ist und wenn ja: Wer soll das bezahlen?

Karl: Ja, man kann sie steigern, wenn man das Renteneintrittsalter auf 85 Jahre erhöht. Ansonsten ist die aktuelle Rentnergeneration selbst Schuld: Hätten sie eben mehr Kinder bekommen und gleichzeitig weniger Schulden machen müssen. Der Generationenvertrag gehört abgeschafft.

5. Was kann der Staat tun, damit in Deutschland die Geburtenrate steigt?

Karl: In katholischen Gegenden versucht es die Kirche schon seit langer Zeit erfolglos mit einem Kondomverbot. Als Satiriker habe ich da eine lustige Lösung, die sicherlich niemand ernst nehmen wird, sie ist auch zu verrückt: Wie wäre es damit, Eltern stärker zu fördern, damit Kinder kein Armutsrisiko mehr sind? Man könnte - ganz verrückt - Steuervorteile nicht mehr an die Ehe, sondern an die Zahl der Kinder binden und Betreuungsplätze wirksam garantieren.

6. Mit Donald Trump verschärfen sich internationale Konflikte. Wie soll sich Deutschland verhalten?

Karl: Wir sollten uns endlich mit Frankreich und anderen echten Europäern auf eine gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik einigen und eine europäische Armee aufbauen. Wer nicht mitmacht, hat Pech (Zwinker, Zwinker Orban, Kaczinsky, Strache und Zeman!) Die amerikanischen Stützpunkte müssen geschlossen werden, außer wir kriegen Guantanamo, damit wir eine Strandbar daraus machen können.

7. Wer war für Sie der beste Kanzler/ die beste Kanzlerin und warum?

Karl: Eindeutig Serdar Somuncu! Ein Türke und dass über Jahre in dieser Rolle! Fantastisch!

8. Wenn Sie nicht in den Bundestag gewählt werden sollten, wer sollte dann das Direktmandat gewinnen?

Karl: Nachdem das Schlagwort der Bundespolitik schlechthin "alternativlos" ist, sehe ich auch die Machtübernahme durch die Partei Die PARTEI als alternativlos an. Ich bin überrascht, dass es andere Kandidaten gibt. Wie Gehard Polt einst sagte: "We don't need no opposition because we already are a democracy!"

9. Wer sollte es auf gar keinen Fall gewinnen?

Karl: Die Extremisten von AfD, Die Linke und der FDP. Alles Parteien, die unseren Populismus schlecht kopieren. Elende Spaßparteien.

10. Warum wollen Sie eigentlich unbedingt in den Bundestag?

Karl: Wer sagt denn, dass ich das unbedingt will? Ich stelle mich einzig der historischen Verantwortung, den Berlinern im Namen der Oberfranken ordentlich eine auf den Deckel zu geben.

11. Was werden Sie beruflich machen, wenn Sie nicht in den Bundestag einziehen?

Karl: Das, was ich jetzt schon mache. Übrigens: Der Kurier könnte eine hervorragende Marketingagentur wie unsere ganz dringend brauchen. Hier, meine Karte.

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