Die neue Chefin in der Herzoghöhe

Der bisherige Weg von Heike Paintmayer hatte ziemlich viel mit Bayreuth zu tun. Und mit Schule sowieso. "Geboren in Bayreuth, Abitur am WWG, in Bayreuth studiert", sagt Heike Paintmyer am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Die 49-Jährige, die in Creußen wohnt, war länger an der Creußener Schule eingesetzt, war aber auch "ein paar Jahre an der Uni am Lehrstuhl für Mathe-Didaktik von Prof. Peter Baptist. Denn Mathe zieht sich durch meinen Lebenslauf", wie sie sagt. Ebenso wie das Thema Schule: "Den Wunsch, Lehrer zu werden, hatte ich seit meinem ersten Schultag. Es hat mir so gut gefallen, dass ich in meinen ersten Ferien geweint haben soll", sagt Heike Paintmayer. "Das ist heute natürlich nicht mehr so", sagt Paintmayer und lacht.

Zwergenschule mit 37 Kindern

Die vergangenen beiden Jahre war Paintmayer Rektorin in Unterleinleiter im Schulamtsbezirk Forchheim. Wobei Rektorin nicht ganz reicht: "Rektorin, Hausmeister und Sekretärin in einem", wie sie sagt. In einem Dreier-Kollegium - in einer Schule mit 37 Kindern, die in zwei Kombi-Klassen unterrichtet wurden. Die Stelle in der Herzoghöhe-Schule, auf die sich beworben hat, sieht sie "durchaus als Herausforderung. Ich habe schon überlegt - wegen der Größe, wegen Ganztag. Aber ich wollte auch zurück in den Schulamtsbezirk Bayreuth". Statt 37 Schüler sind es jetzt 250, statt drei Lehrer insgesamt rund 25, statt zwei Kombiklassen zwölf Klassen. "Engagierte Lehrer, ein nettes Kollegium, wir sind auch mit neuen Kollegen ausgestattet worden", sagt Paintmayer.

Sport, Musik und Mathe

Sport steht an der Herzoghöhe-Schule ganz oben auf der Liste. "Wir haben auch in Musik tolle Lehrer, die ein gutes Angebot für die Kinder machen. Und ich werde versuchen, ein bisschen mehr Mathe rein zu bringen", sagt die neue Rektorin, die Sinus-Fortbildungen für Lehrer macht, um gute Schüler in Mathe "mit guten Aufgaben" zu fördern. Paintmayer hat "auch an einem Schulbuch mitgeschrieben". Und sie gehört zu dem Team, das in dem Jahr die Aufgaben für die Mathe-Meisterschaft erstellt hat.

Ein Neubau für den Ganztag?

Die Herzoghöhe-Schule soll für das Ganztags-Angebot in naher Zukunft ein neues Gebäude bekommen: "Wir haben eine Ganztagsklasse in jeder Jahrgangsstufe, dazu zwei Regelklassen", sagt Paintmayer. Von den Kindern aus den Regelklassen gehen allerdings "viele nachmittags in die offene Ganztagsschule". Gerade für diese Kinder soll ein neues Gebäude entstehen, "der Raumbedarf wird gerade ermittelt". Denn: Es muss Ersatz geschaffen werden für die Container, die im Pausenhof stehen.

Gutes Miteinander mit vielen Kooperationspartnern

An der Herzoghöhe-Schule gebe es nicht nur ein Miteinander zwischen Schule und Eltern, "wir haben viele Kooperationen: Mit den Eltern, den Betreuungskräften im Ganztag, mit den Vereinen, die AGs anbieten, mit der Stadt". Auch mit den Nachbarn, den Instituten für die Ausbildung von Fach- und Förderlehrern sowie der Dr.-Kurt-Blaser-Schule sehe sie die Zusammenarbeit in einigen Bereichen. In diesem Schuljahr werde die Schule zudem evaluiert, komme ein Team von außen, das die Schule, die Lehrer auf den Prüfstand stelle. "Dann bekommen wir Ergebnisse, mit denen wir uns Ziele setzen zu können", sagt Paintmayer.

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