Die kleine Geschichtenschreiberin

Laura erfindet gerne Geschichten. Schon als kleines Kind hat sie sich Geschichten ausgedacht. Ihr Opa schrieb sie dann auf. Jetzt kann sie selbst schreiben. Oft schreibt sie die Geschichten aber gar nicht auf, sondern erzählt sie ihrer Mama und ihrer Schwester Lena. Besonders, wenn ihr richtig langweilig ist, fallen ihr die Geschichten ein. Eine lange Fahrt in den Urlaub, nach Italien, zum Beispiel – schon weiß Laura wieder neue Geschichten. „Da habe ich kurz nachgedacht und die Geschichten gleich aufgeschrieben.“

Eine Geschichte mit richtig fiesen Gespenstern

Für das Reiterfest dachte sich Laura jetzt die Gespenstergeschichte aus. „Weil Chrissie gesagt hat, sie hätte gerne etwas mit Gespenstern“, erklärt Laura. Chrissie ist Christina Neubing. Sie kümmert sich um den Auftritt der kleinen Reitkinder. Die Kinder, die mitmachen, sind zwischen drei und acht Jahren alt. Und Laura hat sich dann also die Geschichte über die kleinen Geister ausgedacht. Erst ist ihr eine Geschichte mit richtig fiesen Gespenstern eingefallen. Das war richtig gruselig. Aber das wollten die Erwachsenen dann nicht. Und jetzt gibt es eben eine Geschichte mit lieben Gespenstern.

Prinzessinnen, Geister und Einhörner

Die geht so: Als sich der Winter dem Ende neigt, erwachen die kleinen Frühlingsgeister und kommen aus ihrer Eishöhle. Sie recken und strecken sich und machen kleine Flugübungen. Ihre Aufgabe ist es, die Frühlingsprinzessin Laurazia aus ihrem Winterschlaf zu wecken. Mit ihr zusammen läuten sie den Frühling ein. Aber das kleine Geistermädchen Hanna schläft leider noch. Naja, dann nehmen wir Hannah auf unserem Einhorn Malazius mit. Am Schloss angekommen wecken die kleinen Geister die Frühlingsprinzessin. Jetzt wollen sie sich an die Arbeit machen und den Frühling mit ihrem Tanz einläuten. Allerdings schläft das kleine Geistermädchen Hannah immer noch tief und fest. Jetzt hilft nur noch ein Eimer Wasser. Hurra, Hannah ist wach! Jetzt kann der Frühlingstanz beginnen!

Auch Pferde müssen proben

Um das Stück mit Pferden aufführen zu können, müssen nicht nur die Menschen proben. Auch die Pferde brauchen Übung im Theaterspielen. Denn wenn da plötzlich Kinder mit weißen Tüchern über den Köpfen stehen, können sie ganz schön erschrecken. Pferde sind Fluchttiere, erklärt Silke Hertel-Koch. Wenn sich etwas schnell bewegt oder außergewöhnlich aussieht, denkt das Pferd, dass das gefährlich sei. Und scheut. Für solche Aufführungen nimmt man daher am besten ganz coole Pferde. Solche, die sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen lassen. Aber selbst die müssen noch an die Kostüme gewöhnt werden. Deshalb stellt sich Lena mit ihrem Gespenster-Kostüm auch erst einmal vor Ramino, wedelt mit dem Gespenster-Betttuch und reicht Ramino einen Apfel. Ramino wird noch kurz gelobt und gestreichelt. Das zeigt ihm, dass er keine Angst vor dem kleinen Gespenst haben muss.

Reiten mit einer Fahne in der Hand

Noch schwieriger, als ein Pferd an ein Kostüm zu gewöhnen, ist, es an eine Fahne zu gewöhnen, die der Reiter in der Hand hält. Aber solche Vorführungen machen die Großen – beim Kinderstück kommen nur Gespenster vor, keine Fahnen. Ramino wird zur Aufführung von Laura gar nicht geritten. Dann sitzt Laura nämlich auf dem Pferd Lui. „Der ist auch ganz cool.“ Laura saß schon auf dem Pferd, als sie drei Jahre alt war. In diesem Alter war sie bei den Kinderreitstunden dabei. Bei diesen Reitstunden geht es nicht darum, reiten zu lernen. Die Kinder sollen Kontakt zu den Pferden aufbauen und lernen, wie man ein Pferd versorgt, erklärt Silke Hertel-Koch.

Die Geschichte der Frühlingsgeister von Laura könnt ihr euch am Sonntag, 11. September, in Guttenthau beim Reiterfest ansehen. Guttenthau gehört zur Gemeinde Speichersdorf. Das Reiterfest beginnt um 12 Uhr, ab 13 Uhr gibt es Reitvorführungen. Ihr seht dort auch eine Springquadrille, eine Vorführung der Jugendlichen, die als Minions reiten, und Voltigieren.

Nicht bewertet

Anzeige