Die ersten Tage im Übergangs-Rathaus

Im früheren Gastraum des Hotels residiert nun das Einwohnermeldeamt. Werner Gradl und Tanja Tauber haben ihre Büros in der früheren Auerbach-Stube. Das Standesamt ist im zweiten Stock zu finden. Am Freitag und Montag, als das Rathaus geschlossen hatte, wurden vor allem Telefonleitungen angeschlossen und Computer installiert. „Ich habe schon alle Akten wieder verstaut“, sagte Erich Eisenmann vom Bauamt am frühen Nachmittag.

Im fertig eingeräumten Büro

Auch Standesbeamtin Elisabeth Ruth saß bereits im fertig eingeräumten Büro. Selbst die Stammbücher waren schon fein säuberlich in der Vitrine ausgestellt. Im Einwohnermeldeamt gab es bereits reichlich Publikumsverkehr. Mal ging es um einen Ausweis, mal um ein Führungszeugnis. Die Elektriker hatten das Wochenende über gute Arbeit geleistet.

Die Telefonanlage war installiert. Alle Nummern sind die gleichen geblieben wie im Rathaus. Auch die Computer sind einwandfrei angelaufen und die Datenleitungen funktionierten. Claudia Schnödt und Kim Daschner saßen zwar vor teils leeren Regalen, doch die tägliche Routine lief wie am Schnürchen. In der Kämmerei wurde zu diesem Zeitpunkt noch eher provisorisch gearbeitet. Die Möbel waren noch nicht geliefert.

Tastatur auf dem Schoß

Mit dem Bildschirm auf dem Computer und der Tastatur auf dem Schoß erledigte Tina Schwendner die dringendsten Dinge. Stadtbaumeisterin Margit Ebner behielt den Überblick und gab den Mitarbeitern der Umzugsfirma Tipps, wenn sie unbeschriftete Kartons oder Möbel durch das Treppenhaus schleppten. Bauhofleiter Matthias Regn packte an und baute mit Ilse Baier die Möbel im Vorzimmer des Bürgermeisters zusammen, während seine Mitarbeiter noch Kabel verlegten oder die Teeküche im Sozialraum einrichteten.

Fast 50 Brandmelder im Gebäude

Hinten im Hof wurde von einer Fachfirma eine Nottreppe in Gerüstbauweise verschraubt. Im Brandfall können die Mitarbeiter der Verwaltung über diese Treppe ins Freie gelangen. Fast 50 Brandmelder werden im Gebäude installiert. Die moderne Branderkennungsanlage meldet einen Alarm an das Diensthandy des Bauhofs, erklärte Matthias Schäffner. Rund vier Kilometer Netzwerkleitungen und Stromkabel wurden im Ausweich-Rathaus verlegt, so der Elektriker. 500 große Kartons standen für den Umzug zur Verfügung und wurden mit Akten und Büromaterial gefüllt. Sie haben nicht ganz gereicht, berichtet Kämmerer Michael Bierl.

Ein Teil sei im Goldnen Löwen schnell ausgeleert und dann nochmals verwendet worden. Auch Bürgermeister Joachim Neuß legte mit Hand an. In seinem neuen Büro mit Sicht auf den Unteren Markt stellte er die Besprechungsstühle auf und platzierte die Grünpflanzen.

Nicht bewertet

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