Die Chronik von Hollfeld ist da

Denn während man vor 38 Jahren noch den 650. Geburtstag der befestigten Stadt Hollfeld feierte, geht es jetzt um die erstmalige urkundliche Erwähnung der Orte, Äcker, Felder und Wälder, die 1017 erstmals als „Holevelt“ bezeichnet wurden. In einer Urkunde, in der Herzog Heinrich II. von Bayern einen Gütertausch zwischen den Bischöfen von Würzburg und Bamberg bestätigt. Wer das Buch liest, merkt schnell: Berichtenswerte Menschen und Handwerke gab es in den darauf folgenden eintausend Jahren sowieso mehr in den umliegenden Dörfern, als in der Stadt.

Aus dem Ortsteil Kainach wird berichtet, wie man ein Holzbrett über den Bach legte, damit darüber die Gefangenen des Markgrafentums Bayreuth und des Erzbistums Bamberg ausgetauscht werden konnten. „Kainach“, sagt Wolfgang Tzschoppe, der der Gruppe angehört, die die Chronik in 25 Sitzungen organisierte, „war so etwas wie das Mödlareuth von Hollfeld.“ Das Dorf lag direkt zwischen zwei Streithähnen. Andere Autoren, insgesamt sind es 43, berichten von früheren Reichsstraßen, die heute bestenfalls noch als Waldwege zu erkennen sind. Andere wiederum schreiben vom ungläubigen Staunen einfacher Bauern nachdem 1969 die Nachricht von der ersten Mondlandung die Runde macht. Und Dritte erzählen, wie ein Hollfelder Vogt im Jahr 1630 die Stechendorfer Kerwa überfiel und kurzerhand nach Hollfeld verlagerte.

Info: Von der Hollfelder Chronik gibt es 1250 Exemplare. Die Chronik kostet 19,90 Euro und ist unter anderem beim Bange-Verlag und im Hollfelder Rathaus Hollfeld erhältlich. Es soll am Hollfelder Weihnachtsmarkt genauso angeboten werden wie am kommenden Freitag von 15 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr im Hollfelder Edeka- und Rewemarkt.

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