Die Bäume-Kuschlerin

„Im Leben geht es um Liebe und Lachen“, sagt sie, während sie im Schneidersitz auf ihrem Sofa sitzt. Sie wohnt am Rande Immenreuths in einer ehemaligen Ferienwohnung. An den Wänden hängen tibetanische Gebetsfahnen, Buddha-Bilder und Motivationssprüche. Die Erzieherin legt großen Wert darauf, so „bewusst wie möglich durchs Leben zu gehen“. Dazu zählen nicht nur lange Waldspaziergänge, sondern auch Meditation und Yoga.

 

Ihren Samstagmorgen startet die Immenreutherin mit einem Sonnengruß. Ihre blaue Yoga-Matte liegt auf dem Wohnzimmerboden ausgebreitet, sie selbst schaut aus der Balkontüre in Richtung des Waldes, der wenige Hundert Meter hinter dem Grundstück beginnt. Sie streckt die Arme über den Kopf, holt tief Luft und beugt sich vornüber, bis ihre Hände den Boden berühren. „Mir ist alles wichtig, was entspannt“, sagt sie, während sie sich vom Armstütz heraus auf den Boden gleiten lässt. Und das merkt man ihr an: Nicht nur beim Yoga strahlt sie eine unglaubliche Ruhe aus.

Seit zehn Jahren ist Schraml Vegetarierin, seit einem Monat lebt sie vegan. „Ich will nicht, dass ein Tier wegen mir stirbt“, sagt sie. Ihr Lieblingsessen: Nüsse jeglicher Art. „Viele denken immer, dass man als Veganer nur hungert, weil man eigentlich nichts essen darf“, sagt sie und lacht. Dass dieses Vorurteil nicht stimmt, zeigt sie mit zahlreichen Essensbildern auf ihrem Blog.

Inspiration bieten Gespräche mit Freunden und das „mit-offenen-Augen-durch-die-Welt-gehen“, für das sie ihre Leser sensibilisieren will. „Wenn man bewusst durch den Alltag geht, nimmt man mehr wahr“, sagt sie. Ihr Artikel über Dankbarkeit entstand bei einem Frühstück auf ihrem Balkon: „Ich hab die Zeit so genossen und dann kam auch noch ein Storch vorbei – darüber musste ich einfach schreiben.“

Die meisten ihrer Leser sind „Menschen, die gesellschaftliche Themen hinterfragen“, also eben die „die nicht das klassische Leben bevorzugen: 40 Stunden arbeiten, heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen“. Für sie möchte Schraml ihre Website weiter ausbauen. Denn bisher nutzt sie für ihre Naturbilder, inspirierenden Zitate und Blogeinträge mit Facebook, Instagram und ihrem Blog drei verschiedene Kanäle. Künftig soll alles auf dem Blog gebündelt werden.

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Kommentare

WAS bekommt man für "SO" ein Interview??? Euro!
Die Frage ist mMn falsch gestellt und müsste eher lauten:
Warum steht SO ein ausgemachter Schmarrn überhaupt in der Zeitung?
Jede/r ernsthafte Blogger/in würde eher davonlaufen, als sich auf so einen "Bericht" einzulassen. Neue Leser bzw. dauerhafte Blog Abonnenten bringt so ein Artikel auf Poesiealbum Niveau sicherlich nicht. Ich sage nur: "Ein Sonnengruß am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen" als Bildunterschrift...