Diakonie plant ambulante Tagespflege

Die Räumlichkeiten dafür sollen in der teilweise leer stehenden Mittelschule eingerichtet werden. Dafür gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Montag Grünes Licht. Die Idee der ambulanten Tagespflege sie schon vor zwei Jahren geboren worden, berichtete Bürgermeister Manfred Porsch. Damals habe eine Fragebogenaktion der Gemeinde aber noch kein „überwältigendes Interesse“ gezeigt. „Das hat sich aber geändert. Es gibt immer mehr betreuungsbedürftige Menschen bei uns.“

Tagespflege immer wichtiger

Das sieht auch Pfarrer Dirk Grafe so. Er ist der Vorsitzende des Diakonievereins. „Die ambulante Tagespflege wird immer wichtiger, weil sie auch pflegende und betreuende Angehörige enorm entlasten kann.“ Als „mutig“ bezeichneten einige Gemeinderäte die Pläne der Diakonie und dem will Grafe nicht widersprechen. „Für einen so kleinen Verein wie den unseren mit nur 300 Mitgliedern war das sicherlich mutig. Entscheidend waren für uns zwei Faktoren: Die Finanzierung muss stehen und wir müssen Räumlichkeiten haben.“ Da jetzt beides passe, könne man das Projekt beruhigt angehen.

Gemeinderäte finden das gut

Auch viele Gemeinderäte waren angetan vom Vorhaben der Diakonie. Sowohl Rudi Kirchberger (UBV) als auch Annke Gräbner (SPD), Rudi Heier und Christian Porsch (UBV) lobten die Idee, mit der man außerdem zwei Fliegen mit einer Klappe schlage: „Die Tagespflege ist eine sinnvolle Einrichtung und wir bekommen die leerstehenden Schulräume wieder vermietet“, sagte Kirchberger. Roland Steininger (UBV) schlug vor, im Zuge des Umbaus zu prüfen, ob oder wie man die Festhalle mit in die Planungen einbeziehen könne. Wenig überraschend stimmten alle Räte dem Antrag der Diakonie auf Nutzung des leer stehenden Flügels der Mittelschule im Erdgeschoss zu.

Schon in einem Jahr

Diakonievorsitzender Dirk Grafe hofft, dass die ambulante Tagespflege in der Schule in gut einem Jahr fertig ist. „Am Anfang werden wir etwa zehn Menschen betreuen, später vielleicht auch mehr. Das Betreuungspersonal werde anfangs aus der Sozialstation der Diakonie rekrutiert. „Wir haben ja geschulte Leute dort“, betont Grafe und glaubt, dass man später sicher mehr Arbeitskräfte brauchen und auch einstellen werde. Zunächst werde n zwei bis drei Betreuerinnen in der Tagespflege eingesetzt.

Nicht bewertet

Anzeige