Diakon Reck wechselt nach Auerbach

Welche Stelle übernehmen Sie?

Franz-Josef Reck: Ich trete zum 1. September eine ausgeschriebene Theologen-Planstelle im Pfarreienverbund Auerbach an.

Die Bistumsleitung hatte Sie vor zwei Jahren angesprochen, ob Sie sich einen seelsorgerlichen Einsatz in Pegnitz vorstellen können. Haben Sie sich nun auf die Stelle in Auerbach ganz regulär beworben?

Reck: Um diese Stelle habe ich mich nach Ablauf meiner außerplanmäßigen Beauftragung in Pegnitz ganz regulär beworben. Der dortige Seelsorgebereich umfasst die beiden katholischen Pfarreien Auerbach und Creußen samt weiterer fünf Filialgemeinden beziehungsweise nicht mehr eigenständigen Pfarreien. Ich werde das bestehende Pastoralteam ergänzen und gemeinsam mit den Mitbrüdern für die etwa zehntausend katholischen Christen des Seelsorgebereiches zuständig sein. Mein offizieller Dienstsitz wird das katholische Pfarramt in Michelfeld.

Sie waren in Pegnitz angetreten, um das Personal zu unterstützen. Braucht es die nun nicht mehr?

Reck: Wir haben leider im gesamten Bistum mit einem Personalrückgang zu kämpfen. Dem trägt auch der neue Stellenplan Rechnung, der nach einer Vielzahl von Kriterien die künftige Personalverteilung vorsieht. Diese Kriterien gelten gleichermaßen für alle Pfarreienverbünde, auch für den Seelsorgebereich Pegnitz Stadt und Land. Mein Dienst dort war außerplanmäßig mit der Bistumsleitung abgesprochen und übergangsweise auf Entlastung und Weichenstellung ausgerichtet. Ein Großteil meiner Arbeit bestand in der Übernahme von Kasualien, sprich Beerdigungen mit Trauerbegleitung und Taufen, sowie in der Vorstandstätigkeit für die vier Kindertagesstätten. Der Prozess der Überleitung der Verwaltung in die ArGe Kita Bayreuth erforderte ein beträchtliches Maß an organisatorischem Einsatz und Präsenz, ist aber nun geschafft. Die neuen Strukturen greifen, die pfarrliche Verwaltung der Herz Jesu Gemeinde ist nun ein gutes Stück entlastet.

Warum wechseln Sie nach Auerbach?

Reck:Der neue Dienstbereich stellt nicht nur in seiner Flächenausdehnung eine Herausforderung dar. Er umfasst ganz unterschiedlich geprägte Regionen. Das aus katholischer Sicht zur Diaspora zählende Gebiet um Creußen und Schnabelwaid mit seinen starken ökumenischen Bezügen und die katholisch geprägte Region auf oberpfälzischer Seite mit ihren gewachsenen lokalen Pfarrtraditionen. Längs durch den Bereich verläuft die Dialektgrenze. Es geht um zwei Dinge: Neue gemeinsame kirchliche Orientierungen schaffen und den Menschen die örtliche Verwurzelung erhalten. Wie Bischof Ludwig Schick oft sagt: Über den eigenen Kirchturm hinausschauen, aber doch die Kirche im Dorf lassen.

Die Fragen stellte Luisa Degenhardt

Nicht bewertet

Anzeige