DHL sucht Gelände für Paketzentrum

Organisiert hatte den Termin das Landratsamt Bayreuth, Wirtschaftsförderer Georg Sünkel war mit dabei. Landrat Hermann Hübner fehlte, er hatte einen „wichtigen Termin“ in München. „Wir äußern uns zum aktuellen Stand der Grundstücksrecherche nicht. Unter allen Beteiligten ist Vertraulichkeit vereinbart“, erklärte Dieter Nawrath, Pressesprecher der Deutsche Post DHL Group in München. Auch im Landratsamt hieß es, man könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts berichten. „Die Parteien haben um Stillschweigen gebeten“, erläuterte Pressesprecher Michael Benz.

Schreiben an alle Bürgermeister

Die Post-Tochter DHL hatte Ende Januar 2018 für ein neues Paketzentrum im Raum Bayreuth eine Grundstücksanfrage an das Landratsamt gestellt, die an alle Bürgermeister weitergeleitet wurde. „Als Deutsche Post DHL Group müssen wir die Errichtung eines neuen Paketzentrums im Raum Bayreuth vorantreiben – mit guter Autobahnanbindung, da wir rund 1000 Anfahrten pro Tag haben“, teilte Jörg Stegemann von der DHL-Grundstücksakquisition aus der Zentrale in Bonn in dem Schreiben mit. Die Flächenbedarf liegt demnach bei rund 14 Hektar (optimales Grundstück: 450 Meter auf 330 Meter). Die Logistikhalle (U-Form) soll eine Größe von etwa 38 000 Quadratmeter und rund 2000 Quadratmeter Bürofläche haben. Die Investitionssumme beträgt laut Stegemann mehr als 100 Millionen Euro. „Aufgrund des weiterhin rasant wachsenden Onlinehandels müssen wir deutschlandweit diese strategischen Netzknoten errichten, damit Wachstum generiert werden kann“, schrieb er. Im Landkreis Bayreuth würden langfristig rund 600 neue tarifgebundene sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen.

Im Landkreis keine Fläche vorhanden

Doch im Landkreis gibt es derzeit keine Gewerbefläche von 14 Hektar. Was sagen Verantwortliche? Er rede grundsätzlich nicht über mögliche Gewerbeansiedlungen, sagte der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab auf Anfrage. Sein Amtskollege Harald Schlegel aus Gefrees verwies auf die hügelige Landschaft, diese erschwere die Ausweisung einer solchen Fläche. Dieses Areal sei ohnehin nicht vorhanden. Für ein gemeinsames Gewerbegebiet mehrerer Kommunen sah Schlegel schlechte Chancen: „Der Egoismus ist zu groß“.

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Kommentare

Ich könnte mir vorstellen, wo sich ein Grundstück befindet. Muss nur noch die Größe nachmessen. :-)
Ja, kommt hin ....
Nur 600 Arbeitsplätze ? Warum sollte man sich dafür nach Flächen umschauen ....?
600 Arbeitsplätze - und der Landrat hat einen Termin in München......
Geht es da um mehr Arbeitsplätze?
Oder kam der Termin mit der DHL sooooo kurzfristig........
mindestens seit 21.02.18 ist der Termin 7.3. bekannt ...
Ich kenne ein Grundstück mit Autobahnanschluss, da muss man nicht mal nachmessen.
Dem Landrat müsste das auch bekannt sein.
das kenn ich aber auch ...
... und gerade deshalb hätte der Landrat dabei sein sollen, besser gesagt, dabei sein müssen !
ich erinnere an die Vernichtung der Arbeitsplätze der BAT....und jetzt hat man diese Chance - und nutzt sie evtl. nicht!!!!!!!!
Vielleicht war der Termin in München einfacher.
Aber es werden wieder Wählen kommen und dann wird sich der eine oder andere oder hoffentlich ganz viele Wähler an solche
Glanzleistungen des Landrates erinnern.
Dem Vorgänger wäre das nicht passiert.
... der Alte war auch kein Heiland. Das Klinikum z.B. kämpft immer noch an den Spätfolgen höchst problematischer Amigo-Personalien ...

Trotzdem:
Potentielle DHL-Investitionen in o.g. Größenordnung sollten schon Chefsache-volle-Kraft-voraus-Modus bedeuten ...
Sorry. Was hat das Klinikum mit DHL zu tun
Klar hat der Landrat hier auch noch eine Baustelle.
Konzertina spielen ist halt einfacher
... es ging um den Vorgänger des jetzigen Landrats ...
Darauf bezieht sich meine Aussage ...