Deutscher Winterwandertag: Positives Fazit

„Alle sind mit Freude dabei, das überträgt sich“, lobte Ermischer die ehrenamtlichen Helfer des Fichtelgebirgsvereins, des Bayerischen Roten Kreuzes, Feuerwehr und Wintersportvereinen und vielen Helfern darüber hinaus. „Ich hoffe, es hat jedem bei uns gefallen“, so die FGV-Hauptvorsitzende Monika Saalfrank – wobei der anschließende Applaus zeigte, dass die Gäste sehr zufrieden waren.

Kurzfristig ein Schneelabyrinth gezaubert

Die Woche ließ die Warmensteinacherin Annika Stöcker vom Projektbüro des Wandertags noch einmal Revue passieren. „Wir hatten traumhafte Bedingungen“, so Stöcker. Zunächst hatten die Organisatoren freilich Glück, dass Orkan Friederike in der Region weit weniger wütete, als die Vorberichte hatten erwarten lassen. „Es gab eine kleine Krisensitzung, aber wir konnten alles durchführen.“ Erlebnisse wie von Ester Schmidt aus Berlin blieben so die Ausnahme: „Wir haben von weitem gesehen, wie ein Baum über den Weg gefallen ist.“

„Sehr gute Stimmung war beim Wirtshaussingen“, so Annika Stöcker weiter. Und durch den kräftigen Schneefall konnte auch das Schneelabyrinth mit Hilfe der Oberwarmensteinacher Feuerwehr noch recht kurzfristig ausgeschaufelt werden. Dank 200 Lichtern, die das Labyrinth ausleuchteten, ein besonderes Erlebnis. Rund 400 Besucher ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Insgesamt wurden bis Samstag 2500 Wanderteilnehmer gezählt. Die Organisatoren sprechen von 700 Gästen.

Gesundheit und Spaß verbinden

Dank FGV-Geschäftsführer Jörg Hacker und der vier Gemeinden war der Samstag als Familientag deklariert. Die Zahl der Familien, die das Angebot nutzten, blieb überschaubar. Eher angenommen wurden noch Gesundheitswanderungen mit Ulli Anders und Rita Baron sowie Heilklimawanderungen mit Angelika Schmidt. „Gesundheitswanderungen müssen Spaß machen“, erklärte Ulli Anders seiner Gruppe.

Insgesamt sind die Wanderfreunde eine eingeschworene Gemeinschaft, und auch manches Original war zu Gast. So Hans Dampf in allen Gassen, wie er sich nennt, und seine Frau Angelika aus dem ostelbischen Heideland. Sie stammt eigentlich aus Nordrhein-Westfalen, hatte ihren Hans beim ersten Winterwandertag in Willingen kennen gelernt. „Meine Wanderfreunde sagten, das liegt im tiefen Osten, fast in Moskau“, erzählt Angelika. Seitdem gehört ein Tanzauftritt der beiden mit russischen Fellmützen zum Programm bei Wandertagen. Ein Programm, das beim Abschlussabend durch die Speichersdorfer Fichtenhornbläser, den Staanicher Theaterstadel und das Trio Post-Bauer-Feger gestaltet wurde.

2020 geht's nach Schöneck im Vogtland

„Ich denke wir waren würdige Nachfolger für Willingen“, so Tourismus-Chef Andreas Munder. Vor allem war der Winterwandertag ein Erfolg der Ehrenamtlichen. „Wir wollen für die Gäste da sein“, bestätigt Doris Rabenstein, in Grassemann hinter der Kaffee- und Kuchentheke eingesetzt. „Es läuft alles, wie wir uns das vorgestellt haben. Es hat viel Spaß gemacht“, bestätigt sie. Wenngleich nicht alles reibungslos klappte. Denn die Vertreter des Bayerischen Wanderverbandes blieben mit ihrem Bus kurz vor dem Ziel liegen. Schieben war angesagt.

Am Abschlussabend wurde der nächste Gastgeber des Deutschen Winterwandertages vorgestellt. Vom 23. bis 26. Januar 2020 werden sich die Winterwanderfreunde das nächste Mal in Schöneck im Vogtland treffen.

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Kommentare

Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter und die ehrenamtlichen Helfer, es war trotz Sturm sehr schön und wir haben auch überall mitgemacht.
"Glück hat nur der Tüchtige."
So einen perfekten Winter mit viel Neuschnee hatten wir schon lange nicht mehr im ganzen Fichtelgebirge wie beim Winterwandertag. Die tüchtigen Organisatoren haben dieses Glück auch verdient gehabt.