Derrick Taylor neuer Trainer in Coburg

„Der Ligaerhalt ist das erklärte Ziel. Und ich bin angesichts dessen, was ich bislang von der Mannschaft gesehen habe, zuversichtlich, dass wir das auch schaffen können“, sagte der in Donndorf lebende Taylor, der von 1991 bis 1996 Spieler bei Steiner Bayreuth war und von 2007 bis 2009 den BBC Bayreuth trainierte.

Seine Eindrücke, die er in den ersten Trainingseinheiten und beim Video-Studium gewonnen habe, seien so positiv gewesen, dass er nur an kleineren Stellschrauben drehen möchte. „Ich möchte dem Team helfen, wieder mehr Selbstvertrauen zu bekommen, den Teamgeist stärken und den Spaß am Basketball vermitteln.“

Derrick Taylor setzt neben seiner erfolgreichen Spielerkarriere – unter anderem stand er dreimal im Bundesligafinale und wurde zweimal ins Allstar-Team berufen – auch auf einen großen Erfahrungsschatz als Trainer. 2004 übernahm er den Zweitligisten TSV Breitengüßbach, anschließend gewann er als 41-jähriger Aushilfsspieler mit Bamberg, wo er danach auch Assistenztrainer war, die Deutsche Meisterschaft. Es folgten Stationen als hauptverantwortlicher Trainer in Bayreuth und in Nürnberg in der ProA und der ProB. Zuletzt, von 2013 bis 2015, betreute der 54-Jährige den BBC Bayreuth in der ersten Regionalliga und hatte dabei auch den aktuellen Coburger Point Guard Kevin Eichelsdörfer unter seinen Fittichen.

Frischer Impuls von außen

Mit der Wachablösung auf der Kommandobrücke soll die erste Mannschaft, der es laut einer Vereinsmitteilung zuletzt „an Leichtigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gefehlt hat“, einen frischen Impuls von außen erhalten, um den Abwärtstrend zu stoppen.

„Wir sind nie deutlich unterlegen, schaffen es aber auch nicht, unser Potenzial so konstant abzurufen, dass wir Zählbares mitnehmen. Deswegen befinden wir uns in akuter Abstiegsgefahr. Das dürfen wir nicht verkennen.“ So wird der Coburger Geschäftsführer Manuel Fischer zitiert. Und Sportlicher Leiter Matthias Haufer fügt hinzu: „Die Spieler müssen jetzt eine Reaktion zeigen, denn ein Trainerwechsel nimmt auch immer eine potenzielle Ausrede. Am Ende sind es die Jungs auf dem Parkett, die entscheiden.“

Dass Taylor selbst noch einmal die Basketballstiefel schnürt, ist nicht vorgesehen: „Ich gehe höchstens noch mit den Hunden raus, mir würde schnell die Luft ausgehen“, sagt der zweifache Familienvater augenzwinkernd, dessen Sohn David für den Bundesligisten Rockets Gotha im Einsatz ist und nach gut sechswöchiger Verletzungspause zuletzt beim 90:83-Sieg in Tübingen ein rund sechsminütiges Comeback feierte.

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