Der Traum von der Milch-Krone

Wenn es um Milch geht, dann lassen sich Sonja Wagner (21) und Katharina Feulner (24) nichts vormachen. Beide lieben Milch, beide kennen sich bestens aus. Sonja Wagner kommt aus Wonsees. Ihre Eltern betreiben einen Milchviehbetrieb mit 80 Kühen und Nachzucht in Wonsees. „Den Preis, den die Bauern für die Milch bekommen, kann ich als Milchkönigin natürlich nicht beeinflussen. Darüber bin ich mir im Klaren, aber ich kann etwas tun, um bei den Menschen die Wertschätzung für Milch zu erhöhen“, hat sich Sonja Wagner vorgenommen.

Spontane Bewerbung

Ähnlich klingt es auch bei der zweiten oberfränkischen Kandidatin: Katharina Feulner (24) stammt aus Harsdorf. Sie studiert ebenfalls in Triesdorf, hat soeben ihr Praxissemester am Amt für Landwirtschaft in Gräfenberg hinter sich. „Ich habe eine Freundin, die ist Blütenkönigin. Und die hat mir von der Wahl zur Milchkönigin erzählt. Da hab ich spontan beschlossen, mich zu bewerben“, erklärt Katharina Feulner. Auch sie kommt aus einem landwirtschaftlichen Umfeld. Allerdings gibt es auf dem Hof von Katharina Feulner seit einigen Jahren keine Tiere mehr. „Als wir 2010 ein Café gebaut haben, haben wir die Tierhaltung aufgegeben“, erzählt sie. Trotzdem hat die Harsdorferin einen sehr engen Bezug zu Milchkühen. Sie hat sogar schon auf einer Alm gearbeitet. „Im Sommer habe ich einmal acht Wochen lang auf einer Alm im Wendelstein gelebt, habe dort auch Käse selber gemacht. Das war toll. Auch zu Hause mache ich manchmal Käse“, erzählt die Harsdorferin.

Offen und charmant

Dass es zwei Kandidatinnen aus Oberfranken für die Wahl zur Milchkönigin gibt, wussten die beiden Frauen aus dem Landkreis Kulmbach lange nicht. Und obwohl beide in Triesdorf studieren, kennen sie sich auch nicht. Doch beide sind sich sicher, dass sie die Voraussetzungen perfekt erfüllen. Denn nicht nur das Aussehen, eine offene und charmante Art, sondern auch fundierte Kenntnisse über Milch und Milchprodukte, über Milchviehbetriebe und über die Verarbeitung in Molkereien gehören zu den Voraussetzungen, die eine Milchkönigin mitbringen sollte. Das Fachwissen wird übrigens über ein Gespräch geprüft. „Am 2. und 3. Mai werden wir auch die anderen Kandidatinnen treffen. Ich bin schon sehr gespannt“, sagt Katharina Feulner und fügt hinzu: „Es wäre natürlich schön, wenn einmal eine Oberfränkin Milchkönigin werden würde – einfach um einmal zu zeigen, dass wir uns auch auskennen und um von dem Klischee Berge, blauer Himmel und Panorama wegzukommen“, so Katharina Feulner. „Momentan liege ich beim Voting im Mittelfeld. Ich hoffe, dass ich noch ein bisschen an Stimmen zulegen kann“, sagt Sonja Wagner. „Und wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, dann möchte ich einer Molkerei oder in der Milchindustrie arbeiten“, erklärt sie.

Das Voting: Über facebook –- Bayerische Milchkönigin – können noch bis Montag, 1. Mai, um 24 Uhr Stimmen abgegeben werden. Man muss einfach die Bewerberin seiner Wahl liken.

2 (2 Stimmen)

Anzeige

Kommentare

Schade nicht jeder hat Facebook u.würde trotzdem gerne abstimmen.
Auch kein FB und deshalb kein like leider auch von mir.
Ich auch nicht. Aber 'Milch aus Oberfranken kaufen' ist irgendwie auch ein 'Like'. Tut man es regelmäßig, ist es ein Multi-Like.
Es geht nichts über eine normale Internet-Seite!