Der tollkühne Abenteurer: Peter Pan

Peter Pan, die bekannteste literarische Figur des schottischen Schriftstellers und Dramatikers James Matthew Barrie, ist der tollkühnste Abenteurer der Kinderliteratur: Seit der Uraufführung am 27. Dezember 1904 in London eroberte er in zahlreichen Bearbeitungen, Vertonungen und Verfilmungen weltweit die Herzen von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.

Peter Pan fliegt mit dem Mädchen Wendy und ihren beiden Brüdern John und Michael zu der Abenteuerinsel „Neverland“. In dieser Traumwelt leben neben dem Stamm der Schwarzfuß-Indianer und dem süßen Indianermädchen Tiger Lily viele weitere fabelhafte Wesen. Doch die anfängliche Lebensfreude und Unbeschwertheit wird durch die Piraten um den schrecklichen Piratenkapitän Hook bedroht, die dort ihr Unwesen treiben. Ein idealer Ort also, um die wildesten Abenteuer zu bestehen.

Zum ersten Mal in Trebgast

Raik Knorscheidt aus Düsseldorf inszeniert zum ersten Mal in Trebgast. Er ist seit elf Jahren freischaffender Regisseur und hat auf verschiedenen Freilichtbühnen Erfahrungen gesammelt. Knorscheidt hat eines der magischsten Werke der Weltliteratur in eine behutsam modernisierte Sprache übertragen, für die Naturbühne neu bearbeitet, und damit die Voraussetzung für neue Begegnungen und Auseinandersetzungen mit der Figur Peter Pan geschaffen. Anhand von Fotos aus dem Internet hat er zu Hause die Naturbühne nachgebaut und sein Konzept auf dieses Modell übertragen. „Die Bühne ist durch die vielfältigen Auf- und Abgänge hervorragend für das Stück geeignet“, ist der Regisseur vom Umfeld, aber auch von der tollen Akustik, begeistert. „Die größte Herausforderung war für mich der Probenplan. Die Kinder haben heute mehr Termine als Manager“, hat er dabei nicht zum ersten Mal erfahren. „In der Großstadt ist das noch um einiges schlimmer.“ Er frage sich manchmal, wann die Kinder noch Zeit haben, Kinder zu sein. Der Regisseur ist überzeugt: „Dieser Leistungsdruck und der Wunsch, sich dem zu entziehen, spiegelt sich gewissermaßen auch in Peter Pan wider. Das sei auch ein Grund, warum sich Kinder wegträumen.

Unter den 14 Kindern sind viele Neue dabei. „Sie sind alle sehr gut aufgenommen und integriert worden“, freut sich Knorscheidt. „Sie spielen ohne Berührungsängste mit den alten Hasen. Man merkt nicht, dass sie zum ersten Mal auf der Bühne stehen.“

Komplizierte Sache

Neben Kulissenbau und -malerei lobt der Regisseur vor allem die Technik, die alles möglich gemacht habe, was er sich vorgestellt hat. „Lichttechnik ist ja nicht Licht an, Licht aus, sondern eine ganz komplizierte Sache“, weiß er aus Erfahrung. Ein Großteil der Scheinwerfer wird zwar für die vier eigenen Produktionen nicht verstellt. „Aber ich habe noch elf weitere, die programmiert werden müssen. Dazu kommen die Soundeffekte, Nebelmaschinen und Pyrotechnik. Das ist schon kompliziert.“

Nicht bewertet

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