Der Supermarkt wird größer

"Der gesamte Eingangsbereich soll nach vorne gezogen werden", erklärte Bürgermeister Hanngörg Zimmermann. Im linken Bereich soll die Verkaufsfläche des Backshops um rund 250 Quadratmeter erweitert werden. Außerdem sollen Sitzgelegenheiten dazu kommen. Dadurch fallen dort im Außenbereich Parkplätze weg.

Im Baugebiet Sandbühlein

Wie Bauamtsleiter Manfred Neuner ergänzte, liegt der Supermarkt im Baugebiet Sandbühlein. Schon als der Markt gebaut wurde, gab es zahlreiche Abweichungen vom Bebauungsplan. Ebenso ist es beim jetzigen Bauvorhaben. Mit dem Landratsamt Forchheim gibt es deshalb die Absprache, dass der Plan als nicht vorhanden betrachtet wird. Da der Edeka-Markt gebietstypisch ist, muss die neue Maßnahme entsprechend eingepasst werden.

Wegfall von Stellplätzen ist geklärt

"Die grundlegenden Vorgaben wie Immissionsschutz, Belieferung oder Licht werden ja schon beachtet", so Zimmermann. In unmittelbarer Nähe befinden sich bereits zwei weitere Supermärkte. Auch mit der Regierung habe der Supermarktbetreiber bereits die Vergrößerung der Verkaufsfläche abgesprochen.

Und auch der Wegfall von Stellplätzen ist geklärt. Nach der Stellplatzordnung der Marktgemeinde, die wesentlich strenger als die bayerische ist, müsste je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ein Stellplatz vorhanden sein. Die bayerische Verordnung gibt das für 40 Quadratmeter Verkaufsfläche vor. Der Antragsteller beruft sich auf die Regelung des Freistaates. Demnach bleiben von momentan 100 Stellplätzen nach dem Anbau noch 89 Plätze - also mehr als gefordert.

Bayerische Regelung

Konrad Schrüfer äußerte Bedenken wegen der Stellplätze. "Wenn in Gößweinstein jemand etwas eröffnen will, muss er Parkplätze anmieten", stellte er fest. Das sei den großen Märkten gegenüber nicht gerecht. Das Vorhaben am Edeka-Markt entspreche der bayerischen Regelung, an welche die Stellplatzordnung der Marktgemeinde angepasst werden soll, so Bürgermeister Zimmermann. Also habe man keine Handhabe gegen die Maßnahme und es sei in Ordnung so.

Bedenken äußerte Daniela Drummer, dass der geplante Anbau platzmäßig überhaupt untergebracht werden kann. Bauamtsleiter Neuner verwies darauf, dass nur im linken Bereich beim Backshop erweitert wird. Im rechten Bereich bei der Leergutannahme werde lediglich umgebaut.

aus dem bauausschuss

Bekanntgabe: Bürgermeister Hanngörg Zimmermann gab bekannt, dass in der Gemarkung Stadelhofen einer Nutzungsänderung zugestimmt wurde und ein Schweinestall zum Aufenthaltsraum und Nachtlager umgebaut werden darf. Auch dürfen in der bestehenden Scheune Sanitärräume errichtet werden.

Vergabe: Die Holzfällarbeiten am Kreuzberg werden an die Hallerndorfer Firma Forstservice Butzbacher für 7000 Euro vergeben.

Baugebiet: In Wichsenstein hat im Gebiet Albertsgarten ein Ortstermin stattgefunden. Hier sollen Unterkünfte für Touristen samt Grill- und Spielplatz sowie drei Bauparzellen zur Wohnbebauung entstehen. Es habe bereits Vorgespräche mit dem Landratsamt gegeben, so Bürgemeister Zimmermann und die Erstellung eines Bauleitplanes soll erfolgen. Für die vorhandene Streuobstwiese muss eine Ausgleichsfläche geschaffen werden. Geklärt werden muss noch, ob der Bereich ein Wohngebiet bleiben kann.

Biogasanlage: Zwischen Türkelstein und Hartenreuth auf der Gemarkung Leutzdorf wird eine Biogasanlage betrieben. Eine Erweiterung der Anlage um zwei weitere Blockheizkraftwerke mit einer Gesamtfernwärmeleistung von 1800 Kilowatt sowie die Errichtung eines Tragluftdaches auf dem bestehenden Gasendlager wurde einstimmig befürwortet. Es handle sich nicht um bauliche Veränderungen, so der Bürgermeister, sondern lediglich um den Austausch von Maschinen sowie einen Außenhüllenzusatz, damit kein Gas in die Außenluft treten kann.

Nicht bewertet

Anzeige