Der Marienplatz soll zur Bühne werden

„Endlich mal den Hollfeldern einen Zugang zum Theater schaffen“, verrät Burdinski seinen Plan und unterbreitet der Stadt ein Angebot: Wie in Aufseß könnte auch in Hollfeld unter seiner Regie eine Laientheatergruppe entstehen, die weit über die 1000-Jahr-Feier im nächsten Jahr Bestand hat.

Der Plan des Intendanten umfasst drei Schritte: Am 25. Juli will Burdinski möglichst viele Hollfelder Vereinsvorsitzende vom Sinn des Spektakels überzeugen. Die wiederum sollen als Multiplikatoren wirken und bis zu 150 Hollfelder motivieren, im nächsten Jahr auf dem Marienplatz Anekdoten aus der 1000 Jahre alten Geschichte der Stadt zu zeigen.

Laien begeistern

Zweiter Schritt: Professionelle Schauspieler des Theatersommers sollen die Laien ab September in Workshops an die Hand nehmen. Unbekannte Talente sollen zutage treten. Die Proben sollen regelmäßig im Kulturzentrum St. Gangolf und in der Stadthalle stattfinden.

Von den Laienschauspielern soll schließlich bei der Aufführung des Spektakels der Funke auf ganz Hollfeld. Jan Burdinski sagt: „Wenn die Spiellust der Laien untermauert wird von professionellem Handwerk, dann ist das eine Freude, der sich niemand entziehen kann.“

Draufzahlgeschäft Hollfeld

Geht der Plan auf, könnte davon auch der Theatersommer profitieren. Aufführungen in Hollfeld seien in der Vergangenheit grundsätzlich schlechter besucht als andernorts und dadurch ein Draufzahlgeschäft gewesen, sagt Burdinski. In Zukunft könnte in Hollfeld daher seltener gespielt werden, während die Zahl der Aufführungen in Forchheim, so denn die Mitglieder dem Neubau einer Bühne dort grünes Licht geben, steigen könnte. Ganz aus Hollfeld zurückziehen will sich der Fränkische Theatersommer aber auch dann nicht.

Suche nach neuen Räumen

Der Sitz des Vereins soll in Hollfeld bleiben, versichert der Vorsitzende, Bernd Matthes. Um das zu untermauern sagt er, bei der Suche nach einem neuen Büro in Hollfeld mache man große Fortschritte. Den Mietvertrag für die Räume im Alten Rathaus, wo die Verwaltung des Theatersommers bisher untergebracht war, hat die Stadt zum Jahresende gekündigt. Weil das denkmalgeschützte Alte Rathaus saniert werden soll. Experten warnen vor irreparablen Schäden in dem Haus. Durch das Dach dringt seit Jahren Regenwasser ein.

Die preisgekrönte Webreportage zum Aufseßer Theaterspektakel finden Sie hier.

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