An der Kristall-Therme wird aufgeräumt

„Morgen geht es los“, sagt der Betreiber der Therme in Fichtelberg, Heinz Steinhart (69). Für Dienstagmorgen hat er Bagger und Arbeiter bestellt, die im ausgebrannten Bad aufräumen sollen. Die fast zwei Meter starken Balken hängen von der Decke. „Einsturzgefahr“, sagt Steinhart. Das Schwimmbecken im Innenbereich ist schwarz von Ruß. „Es ist verseucht“, sagt Steinhart.

Einsturzgefahr besteht nicht

Die Gemeinde Fichtelberg hat bisher verhindert, dass Arbeiter des Abriss-Unternehmens auf die Baustelle gehen. Bürgermeister José-Ricardo Castro Riemenschneider ist der Meinung, das Gelände gehöre der Gemeinde. Allerdings hat Steinhart die Anweisung der Kriminalpolizei, die Brandruine aufzuräumen. Gefahr, dass die Versicherung nicht bezahlt, besteht nicht: „Auf keinen Fall“, sagt Herbert Backert von der Gothaer Versicherung. Im Gegenteil, sagt er: Denn solange die Schwimmhalle nicht geräumt sei und Einsturzgefahr bestehe, könnten seine Gutachter nicht in den Keller des Gebäudes. Dort müssten sie hin, um auch dort die Schäden zu registrieren was Einfluss haben könnte auf die Gesamt-Versicherungssumme.

Steinhart rechnet mit Widerstand

Badbetreiber Steinhart hat sich auf Widerstand der Gemeinde eingestellt. Denn die hat nur ihr Einverständnis erteilt, wenn Steinhart das angeblich verseuchte Wasser abpumpt. „Andere Arbeiten werden nicht genehmigt“, heißt es in einem Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt. Er wird den Arbeitern des Abriss-Unternehmens Schreiben mitgeben. Diese sollen zeigen: Ihr Aufräum-Einsatz ist rechtens.

Fotos: Lammel


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstags-Ausgabe (17. Juli) des Nordbayerischen Kuriers.

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