Das neue Wohnheim lockt Studenten

Für den, der seinen Antrag auf einen Wohnheimplatz in einem der Häuser des Studentenwerks noch nicht abgegeben hat, ist der Zug inzwischen abgefahren. Vergangenen Freitag war Stichtag. Und der Berg an eingegangenen Formularen ist groß. Fast doppelt so groß wie im vergangenen Jahr, wie Monika Zenkel sagt: „Auf unsere Häuser gibt es geradezu einen Run.“ Rund 700 Anträge von Wohnheimplatzsuchenden liegen vor. „Die Glücksquote dürfte in diesem Jahr bei rund 50 Prozent liegen“, sagt Zenkel.

178 Apartments und 66 Wohngemeinschaften

Woher der große Andrang kommt? Für die Leiterin der Wohnheimverwaltung gibt es darauf nur eine Antwort: Das neue Haus, das Anfang Oktober eröffnet werden wird und somit das Interesse der Erstsemester weckt. Dabei handelt es sich um die Wohnanlage Am Tappert in der Dr. Klaus-Dieter-Wolff-Straße 5. Die Anlage hat 245 Wohnplätze und liegt neben dem Campus der Universität auf dem ehemaligen Zapfgelände. Das Wohnheim bietet neben 178 Apartments und 66 Wohngemeinschaften auch ein Eltern-Kind-Apartment und barrierefreie Apartments. Die Warmmiete liegt zumeist bei 295 Euro. Und alles ist nagelneu. Das zieht. Mehr denn je auch bei Erstsemestern.

Denn diesen Trend hat Monika Zenkel schon seit einiger Zeit beobachtet: Die klassische Studenten-WG ist nicht mehr so gefragt. Wer es sich leisten kann, sucht sich lieber ein kleines Appartement. Und diesen Bedarf will die Wohnanlage am Tappert bedienen.

Studenten, die nicht das Glück haben, eines der subventionierten Apartments zu ergattern, müssen sich auf dem freien Markt umschauen. Und dabei oft wesentlich tiefer in die Tasche greifen.

35 Prozent Mietkosten sparen

Das Internetportal immowelt.de hat nun eine Studie veröffentlicht, in der die Mieten von WG-tauglichen Wohnungen mit den Preisen von Singlewohnungen verglichen werden. Rund 132 000 Inserate wurden dabei bundesweit ausgewertet. Wieviele davon aus Bayreuth stammen, verrät PR-Manager Hannes Wolf nicht, spricht aber von einer Datenmenge, die groß genug sei, um qualifizierte Aussagen treffen zu können. Ein Ergebnis der Untersuchung: Wer in Bayreuth bereit ist, in einem WG-Zimmer zu wohnen, kann dadurch im Vergleich zu einer Singlewohnung 35 Prozent Mietkosten sparen. Der PR-Manager fasst seine Bayreuth-spezifischen Erkenntnisse so zusammen: „Was den Ersparniswert von 35 Prozent in Bayreuth angeht, sind die Mietpreise für WG-taugliche Wohnungen im Vergleich zu anderen Städten vergleichsweise niedrig. Während die Singlewohnungenspreise ungefähr auf dem Wert von Augsburg oder Berlin sind, liegen die WG-Preise deutlich darunter. Dadurch können Studenten in Bayreuther WGs besonders viel einsparen.“

Ungeachtet des Spiels der Kräfte auf dem freien Wohnungsmarkt wird Monika Zenkel in den nächsten Tagen Glücksfee spielen, wahllos in den großen Berg an Anträgen greifen und so hunderte Studenten mit einer Bleibe in einem der Häuser des Studentenwerks erfreuen. Erfahrungsgemäß hat dann aber knapp ein Drittel der Antragsteller bereits einen Studienplatz in einer anderen Stadt oder eine andere Wohnung in Bayreuth gefunden. Dann greift das Nachrückverfahren. Insofern ist auch die Leiterin der Wohnheimverwaltung des Studentenwerks dem Spiel der Kräfte des Marktes ausgesetzt. Doch angesichts ihrer 24-jährigen Erfahrung in diesem Job kann Monika Zettler behaupten: „Bis Ende November ist alles unter Dach und Fach.“

Nicht bewertet

Anzeige

Kommentare

Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober, die Vorlesungen Mitte Oktober!
kiepfer du bist ein superschlauer, steht doch da mit den vorlesungen
Da steht: "Bayreuth. Der Countdown läuft: Mitte Oktober beginnt an der Uni Bayreuth das Wintersemester. Für viele Erstsemester stellt sich somit die Frage nach der Unterkunft. ..."
Wie heißt die gute Frau nun??? Zenkel oder Zettler???