Das ist los am Wochenende

Country, Märsche, finnische Volksmusik

Finnische Musik - das ist ja, wenn es nichrt um Karaoke geht, meistens Hardrock und Metal. Es geht aber auch anders, wie das Trio "Long Winding Road" beweist. Band-Leader Kalle Kalima – er ist Gitarrist und Komponist – stammt aus Finnland, Greg Cohen (Bass) aus den USA, und Max Andrzejewski (Schlagzeug) ist Deutscher mit polnischen Wurzeln. Die Musiker trafen sich in Berlin, wo alle Drei leben, und setzen sich bei ihrem musikalischen Schaffen sowohl mit amerikanischen Country- und Surfrock-Songs auseinander, als auch mit finnischer Volksmusik und Marschmusik von Sibelius. Gerade haben "Kalle Kalima's Long Winding Road" ihr erstes Album "High Noon ACT" veröffentlicht.

Am Freitag (4.) beehren die drei Wahl-Berliner Bayreuth, und zwar beim Jazzforum. Das Konzert im Bechersaal beginnt um 20.30 Uhr.

Bier, Bier und Brauen

Das Land der Dichter und Denker hat schon immer gern zum Bier gegriffen. Derzeit überrollt Deutschland eine neue Hopfensud-Welle: der Craftbier-Boom. Nicht nur, dass überall Mikrobrauereien wie Pilze aus dem Boden schießen, es gibt auch jede Menge kleine und größere Events, bei denen die (neue) Braukunst theoretisch, praktisch und vor allem kulinarisch erfahrbar dargeboten wird, meistens mit Musik, Markt, Street Food oder als Tasting zusammen mit Käse, Schokolade oder Whisky. Klar, dass Oberfrankens Craftbier-Hauptstadt Bayreuth da nicht fehlen darf. Und so veranstaltet Maisel & Friends auf dem Gelände seiner neuen Brauwerkstatt am Samstag den ersten "Bockbier meets Craftbier"-Tag. Namhafte Vertreter von Deutschlands interessantesten neuen Kreativbrauereien kommen in die Stadt, es wird über Sinn und Unsinn des Reinheitsgebots diskutiert, man kann freilich ganz viel Biere probieren und die nötige Grundlage dafür beim Food-Truck-Round-up auf dem Hof schaffen. Außerdem kommt Tim Mälzer und kocht Bayreuth was. Am Ende des Tages wird zusammen Bier gebraut, denn jeder eingeladene Brauer, egal, ob "old school" oder "new school", bringt einen Sack Hopfen mit für den Sondersud.

Ab 11 Uhr gibt es den ganzen Tag über etwas geboten. Und wer will, kann abends im "Liebesbier" sogar noch zu DJ-Klängen die Kalorien seiner Hopfen-Smoothies zur Fastenzeit-Halbzeit abtanzen.

DSDS, Dschungelcamp und Menderes

Vom  DSDS-Dauer-Loser zum gekrönten Dschungelkönig: Menderes hat bewiesen, dass man auch als völlig talentfreier Sänger und Z-Promi so etwas wie, nun ja, Karriere machen kann. Wenn es sein muss mit Hilfe von Kakerlaken und Känguru-Hoden. Der Junge, der sich am Dschungel-Lagerfeuer als Jungfrau outete, kann sich jetzt vor kreischenden Mädchen nicht mehr retten. Vielleicht auch am Samstag in Schwingen? Menderes kommt in den Tanzpalast; ab 23 Uhr wird er die Dschungelparty rocken. Und, ja: Er wird auch singen! Selbstverständlich lässt er sich auch mit seinen Fans fotografieren und gibt Autogramme. Für die Musik sorgt DJ N’Farmer, den man aus „Bauer sucht Frau“ und dem „Promi-Dinner“ kennen könnte.

"Tatort", verbotene Liebe und Gott in Brüssel

Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Films. Wer sich beim "Tatort" (diesmal übrigens was Neues, nämlich Premiere für das Team aus Dresden) alleine zu sehr gruselt, kann in Gesellschaft gucken. Das Gruppengucken ist im Glashaus möglich.

Eventuell ist dem einen oder der anderen aber mehr nach Lachen zumute, dann ist die Komödie "Das brandneue Testament" mit den Erlebnissen von Gott in Brüssel genau das Richtige. Vorstellungen sind im Rahmen der "Delikatessen" um Cineplex um 17 und um 20 Uhr.

Die "Delikatessen"-Reihe hat auch schon morgens was zu bieten. Eine gute, alte Film-Matinee ist mit dem Film "Carol", der die nicht immer so guten, alten Zeiten in New York behandelt, ab 10.15 Uhr möglich. "Carol" basiert auf einem Buch von Patricia Highsmith. Im prüden New York der 50er Jahre verlieben sich eine Ehefrau aus der Upper Class und ein einfaches Mädchen ineinander und müssen gegen Konventionen kämpfen. Viele Jahre hat Cate Blanchett für die Realisierung des Films gekämpft, denn für homosexuelle Themen gibt es auch in Hollywood nach wie vor keine Lobby. Vielen Produzenten war das Risiko zu groß, so dass Blanchett "Carol" schließlich selbst co-produzierte. Starke Gefühle, starke Schauspielerinnen - gab aber dann doch keinen Oscar am Sonntag.

Nicht bewertet